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Entspannen mit der Klopftechnik

Die Teilnehmerinnen des Entspannungsseminars beim Verein "Unsere Welt Eine Welt" in Senftenberg.
Die Teilnehmerinnen des Entspannungsseminars beim Verein "Unsere Welt Eine Welt" in Senftenberg. FOTO: Bianca Schröder
Über eine Veranstaltung beim Verein "Unsere Welt Eine Welt" in Senftenberg, bei der eine Entspannungsmethode vermittelt wurde, und der heute eine weitere folgt, schreibt Bianca Schröder aus Neupetershain: Als Bianca Schröder am 13. Oktober die Räume des Vereins "Unsere Welt Eine Welt" in Senftenberg betritt, klappern bereits die Kaffeetassen.

Fast 20 Frauen haben sich in einem Stuhlkreis versammelt. Etwa die Hälfte von ihnen sind junge Frauen, die als Flüchtlinge aus Syrien kamen. Die anderen sind ältere Damen aus Senftenberg.

Die Veranstaltung "Eine einfache Klopftechnik als Entspannungsmethode" beginnt.

Leider gab es keine Dolmetscherin. Das war jedoch nicht weiter schlimm, denn die Technik, die die Teilnehmer lernen wollten, funktioniert fast ohne Sprache. Sie wirkt ähnlich wie Akupressur. Als Mutter von drei Kindern weiß Bianca Schröder, dass sich manchmal kleine und große Aufgaben auftürmen. In angespannten Zeiten war sie immer sehr dankbar, dass sie über ein breites Repertoire an Methoden verfügt, um bei den vielen Herausforderungen selbst gelassen zu bleiben. Sie freut sich, wenn sie ihre Kenntnisse an andere Menschen weitergeben kann.

Das Gute an dieser speziellen Klopftechnik ist: Es reicht, dass man ein ganz klein wenig an ein aktuelles Problem denkt. Und wenn man kein einziges hat, umso besser, dann wirkt das Klopfen einfach als Entspannungsmethode. Diese Methode wurde bereits in den 90er-Jahren im Kosovo bei traumatisierten Menschen angewendet, später bei traumatisierten Kriegsopfern in Ruanda.

In ihrem Seminar von circa einer Stunde Dauer vermittelt Bianca Schröder die Grundlagen, um diese Technik sicher im Alltag bei sich und anderen anwenden zu können. Sie erklärt die Hintergründe, erzählt die Geschichte, wie diese Technik entwickelt wurde und fast nebenbei lernen alle Frauen, an welchen Punkten des Körpers sie klopfen müssen. Natürlich zeigt sie die Punkte auch, sodass selbst die syrischen Frauen die Übung einfach mitmachen können.

Der Verein "Unsere Welt Eine Welt" wäre nicht denkbar ohne die Arbeit von Frau Scheunert und Frau Kittler. Sie organisieren die Vereinsarbeit. Hier im Verein finden zahlreiche Integrationsprojekte statt. Menschen aus verschiedenen Kulturen kommen zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Heute ab 10 Uhr gibt es eine weitere Veranstaltung in den Räumen des Vereins am Kirchplatz 18 in Senftenberg. Frauen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, sind herzlich willkommen. Eine Dolmetscherin wurde auch eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Senftenberger Schüler besuchen Israel

Zwölf Schüler und zwei Lehrer des Senftenberger Friedrich-Engels-Gymnasiums sind zu einem Schüleraustausch in Herzlia (Israel) gewesen. Er fand zum fünften Mal mit der Partnerschule David-Ben-Gurion-Highschool statt. Nadine Reichelt aus der Israelgruppe des Gymnasiums berichtet:

Besondere Höhepunkte waren für uns der Besuch Jerusalems. An der Klagemauer konnten wir ein Stück Geschichte anfassen. In dieser besonderen Stadt haben wir hautnah erlebt, wie eng verbunden doch verschiedene Religionen sind. Beeindruckt hat uns auch der Besuch in

der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Durch die Negev-Wüste ging es für uns auf Kamelen. Um dorthin zu kommen, hatten sich unsere Gastgeber etwas ganz Besonderes einfallen lassen: eine Jeep-Tour mit einem Picknick an einem kleinen Tümpel - mitten in der Wüste! Natürlich war das Baden im Toten Meer für uns ebenfalls ein einmaliges Erlebnis. Jetzt können wir uns vorstellen, wie man durch den hohen Salzgehalt auf dem Wasser schwimmt.

In den zehn Tagen wurden wir sehr herzlich von Gastfamilien aufgenommen und verwöhnt, in so kurzer Zeit haben wir neue Freunde gefunden. Der Abschied fiel uns noch nicht ganz so schwer, denn im Juni 2017 besuchen uns die israelischen Schüler in Senftenberg. Wir möchten ihnen auch einen Teil unserer Heimat zeigen und ihnen genauso unvergessliche Momente schenken, wie sie uns. Das wird nur funktionieren, wenn viele Partner uns wieder tatkräftig helfend zur Seite stehen.

Im Tierpark viel über Zahngesundheit gelernt

Schüler und Elternsprecher der Klassen 3a/b der Guteborner Schule schreiben über einen Ausflug nach Cottbus:

Am Tag der Zahngesundheit erlebten die Schüler der Klassen 3a und 3b der Grundschule Guteborn einen tollen Tag im Tierpark Cottbus. An unterschiedlichen Stationen erfuhren die Mädchen und Jungen viel Neues über Zahngesundheit, Pflege und Ernährung und konnten ihr Wissen bei praktischen Übungen unter Beweis stellen. Mit großer Begeisterung beteiligten sie sich selbstständig an Spielen und freuten sich über kleine Preise.

Wir danken der Landes-Zahnärztekammer Brandenburg und dem Tierpark Cottbus für diesen erlebnisreichen Tag und empfehlen diese Aktion weiter.

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