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Enthaftung?

Als Journalist bekommt man ja von Amtsschimmeln so manche Wortungetüme entgegen gewiehert. Beihilferechtlich ist so eins oder Straßenbegleitgrün. Wobei aber die meisten auf -ung enden. Daniel Preikschat

Die Wahrscheinlichkeit, in Beschlussvorlagen für Satzungen auf solche Wörter zu stoßen, ist ziemlich groß. Aber gefeit ist man nirgends vor ihnen. Selbst bei dem Versuch, sich für ein Rennen auf dem Lausitzring zu akkreditieren, begegnet man ihnen. Um sich zu akkreditieren, müsse man nämlich erst vor Ort eine Enthaftungserklärung unterschreiben. So der Veranstalter. Haften kenne ich ja, verhaften auch, aber enthaften„ Soll das heißen: wer nicht haftet, wird auch nicht verhaftet“ Bestimmt bleibt mir das Wort Enthaftung so haften, weil es mit Fragezeichen behaftet ist. Wahrscheinlich bringt erst die Unterschreibung der Erklärung Klärung.