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| 18:58 Uhr

Ente, Tod und Tulpe auf der Senftenberger Bühne

Szene aus "Ente, Tod und Tulpe".
Szene aus "Ente, Tod und Tulpe". FOTO: Neue Bühne/Steffen Rasche
Senftenberg. Für die 6. Internationalen Senfenberger Kurzfilmtage "Leben am Fluss" und die Vorstellung "Ente, Tod und Teufel" der Neuen Bühne hoffen die Veranstalter auf ein volles Haus. Der Kurzfilmwettbewerb findet von Freitag bis Sonntag statt, die Inszenierung ist am Sonntagnachmittag zu erleben. red/br

Die Ente lebt friedlich an einem kleinen Teich. Sie träumt, wie alle Enten, von der großen Liebe, einem Erpel, der etwas größer als sie ist, mit Sinn für Familie, Humor. Und gut singen sollte er können. Stattdessen steht eines Tages der Tod vor ihr und jagt ihr damit einen großen Schrecken ein. Zu ihrer großen Überraschung erklärt er, schon immer in ihrer Nähe gewesen zu sein, nur für den Fall. Ob er sie jetzt hole? Nein, den Tod besorgt schon das Leben selbst. Er will nur da sein, wenn es passiert. Da also keine akute Gefahr droht, beschließt die Ente, den Tod in ihr Leben zu integrieren. Der Tod lernt alle möglichen Dinge, für die er eigentlich nichts übrig hat, schwimmen und gründeln zum Beispiel. Eine zarte Freundschaft spinnt sich zwischen beiden an, die unausweichlich auf ein Ende zusteuert. . . Ein Stück für Kinder und Erwachsene nach dem berühmten Bilderbuch von Wolf Erlbruch, voller Poesie und Weisheit, Liebe und Zärtlichkeit. Für alle Menschen ab fünf Jahren.

Ganz besonders wird die Senftenberger Inszenierung des Stückes durch das Regieteam. Nicole Oder und Katharina Sichtling hatten schon bei der Theateradaption von Ödön von Horváths Roman "Ein Kind unserer Zeit" an der Neuen Bühne zusammengearbeitet und damit 2012 in Senftenberg Begeisterungsstürme ausgelöst.

Wesentlich für die Atmosphäre der Aufführung sind die im einen Moment fröhlich stimmenden und gleich darauf zu Herzen gehenden Weisen, die Özgür Ersoy verschiedensten anatolischen und kleinasiatischen Zupf- und Blasinstrumenten wie Cura, Baðlama, Kaval, Mey und Duduk entlockt. Die Instrumente transportieren in besonderer Weise Gefühle wie Trauer, Schmerz und Freude, weil es sich um sehr alte, ursprüngliche und organische Instrumente handelt. Außerdem ertönt neben der asiatischen Handtrommel Bendir die wunderschöne Stimme des Musikers im Klang türkischer und europäischer Lieder. Am heutigen Freitag ab 16 Uhr, laufen die ersten Filme der Kurzfilmtage zum Thema "Leben am Fluss" im großen Saal der Neuen Bühne. Die feierliche Eröffnung des Festivals führt traditionell der Bürgermeister der Stadt Senftenberg durch.Ente, Tod und Tulpe, Sonntag, 30. März, 16 Uhr, Neue Bühne Senftenberg