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| 13:58 Uhr

Seenlandmobil fährt in England
Energiesparmobil Mammut in London gestartet

Die „Mammut“-Mannschaft: Bis Sonntag fährt das Energiesparmobil unter diesen Namen beim Shell Eco-Marathon in London. Das von Studenten der BTU konstruierte Auto ist am Senftenberger Stadthafen präsentiert worden.
Die „Mammut“-Mannschaft: Bis Sonntag fährt das Energiesparmobil unter diesen Namen beim Shell Eco-Marathon in London. Das von Studenten der BTU konstruierte Auto ist am Senftenberger Stadthafen präsentiert worden. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Mit dem neu entwickelten Energiesparmobil Mammut sind Studenten der BTU Cottbus-Senftenberg am Donnerstag in London in den Shell Eco-Marathon gestartet. Von Jan Augustin

Das Team Lausitz Dynamics bestreitet seine nunmehr zehnte Teilnahme bei diesem internationalen Wettbewerb - erstmals in der Fahrzeugkategorie „Urban Concept“, das heißt: mit einem für den Straßenverkehr geeigneten Fahrzeug. Bei dem freundschaftlichen Wettbewerb machen 165 Teams aus 24 Ländern Europas und Afrikas mit, elf kommen aus Deutschland. Ziel des Marathons ist es, mit möglichst geringer Energiemenge möglichst weit zu fahren. Im Gegensatz zu den Prototypen dürfen die Teilnehmenden in der Kategorie Urban Concept auch bei Regen fahren, müssen aber nach jeder Runde anhalten und aus eigenem Antrieb wieder anfahren. 15 Runden von 970 Metern müssen in maximal 35 Minuten zurückgelegt werden.

Den Studenten mehrerer Fachrichtungen war es erst in letzter Sekunde gelungen, das mit einer Brennstoffzelle und Wasserstoff angetriebene Fahrzeug fertigzustellen. Der weltgrößte Energieeffizienz-Wettbewerb im Queen Elizabeth Olympic Parc läuft noch bis Sonntag.

Gegenüber den bisherigen Prototypen verfügt das aktuelle Fahrzeug der Kategorie Urban Concept über eine große Anzahl von Neuerungen, wie Chefkonstrukteur Daniel Britz, Masterstudent im Maschinenbau, erklärt. So hat es vier Räder statt dreien, hydraulische Bremsen statt mechanischer, einen Zentralrohrrahmen statt selbst tragender Karosse. Auch punktet Mammut mit erheblich höherer Motorleistung von 8,6 gegenüber einem Kilowatt und einer Brennstoffzelle von 2,7 Kilowatt gegenüber 500 Watt. Ebenso ist die Leistung der Supercaps, die innovative Energiespeicher sind, um ein Vielfaches höher. Beleuchtung, Scheibenwischer und Federung, die zuvor nicht erforderlich waren, gehören jetzt zum Standard. Statt 40 Kilogramm wiegt das neue Fahrzeug, das Maschinenbaustudent Niklas Richter steuern wird, etwa 100.

Die Studierenden haben nicht einfach gekaufte Komponenten miteinander verbunden, sondern viele Teile des Fahrzeuges selbst entwickelt und hergestellt, zum Beispiel das Lenkrad, die Räder und sogar die Karosse aus vier Lagen Carbon und Epoxidharz, was nach Ausfall eines Zulieferers notwendig wurde. Mit dem neuen Energiesparmobil kommt das Team Lausitz Dynamics der Vision, ein Mobil für das Lausitzer Seenland zu schaffen, ein ganzes Stück näher. Denn dies ist neben der erfolgreichen Wettbewerbsteilname das eigentliche Ziel.