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| 14:53 Uhr

Spielplatzwerkstatt Großräschen
Eltern planen Zuwachs für die Vogelnest-Schaukel

Hier diskutiert Familie Lehnigk mit Planerin Astrid Subatzus (2.v.l.) und Quartiersmanagerin Karin Krüger (l.) über das neue Spielgerät.
Hier diskutiert Familie Lehnigk mit Planerin Astrid Subatzus (2.v.l.) und Quartiersmanagerin Karin Krüger (l.) über das neue Spielgerät. FOTO: Richter-Zippack
Großräschen. Erster Spielgeräte-Workshop in Großräschen. Die Neuanschaffung soll bis zum Kindertag stehen.

Der im Sommer 2016 eingeweihte Seespielplatz in Großräschen soll eine weitere Attraktion erhalten. Die Stadt plant die Anschaffung eines Spielgerätes für die Jüngsten, also für die null- bis dreijährigen Kinder. Welche Attraktion künftig auf der Fläche an der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße/Rembrandtstraße einladen wird, entscheidet die Kommune indes nicht. Diese „Aufgabe“ sollen die künftigen Nutzer und ihre Eltern übernehmen. Das wünscht sich neben den Stadtvätern auch Quartiersmanagerin Karin Krüger.

Beim ersten Spielgeräte-Workshop im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ will allerdings nur eine Familie über Standort und Art des Spielgerätes mit diskutieren. Andy und Antje Lehnigk mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn Lenny, die schon jetzt regelmäßige Gäste auf dem Seespielplatz sind, entscheiden sich gleich für den Standort in der Mitte des Ensembles. Also gleich neben der Vogelnest-Schaukel und dem U-Boot. Die beiden Alternativen seien „zu weit ab vom Schuss“.

Damit haben die Lehnigks gleich den Nerv von Planerin Astrid Subatzus getroffen. Die Expertin favorisiert den gleichen Ort. Doch welches Gerät die Stadt Großräschen, in deren Auftrag Subatzus plant, letztendlich anschaffen will, ist noch völlig offen. Nur so viel: „Uns stehen dafür 5000 Euro zur Verfügung“, rechnet Bauamtsleiter Max Heyde vor.

Am besten wäre, gebe es für das Geld einen „Alleskönner“. Also was zum Toben, zum Klettern, zum Krabbeln, Rutschen, Tasten und und und. Nur zu hoch dürfe das Gerät nicht sein, maximal einen Meter über dem Erdboden. Auch ein Trampolin würden Kleinkinder schon gern nutzen. Ein Exemplar steht bereits auf dem Räschener Seespielplatz. Das ist allerdings gesperrt. „Weil die entsprechende Beschilderung bezüglich der Altersbegrenzung noch fehlt“, erklärt Max Heyde.

Wie es jetzt mit Standort und Spielgerät für die Jüngsten weitergeht? Nach Angaben von Stadtsprecherin Kati Kiesel soll die Idee auch während der Großräschener Leistungsschau am 3. und 4. März präsentiert werden. In diesem Rahmen sollen Kinder und Eltern entscheiden, was wo montiert beziehungsweise gebaut werden soll. Wichtige Bedingung: „Die Kinder sollen sich austesten können, ohne das man Angst haben muss, dass irgendetwas Riskantes passiert“, bringt Heyde die Sache auf den Punkt.

Ursprünglich war der Seespielplatz für größere Kinder vorgesehen. Doch immer wieder hätten Eltern den Wunsch an die Stadt herangetragen, dort auch etwas für die Kleinsten zu installieren. „Dem kommen wir gern nach“, so der Bauamtsleiter. Nicht zuletzt gab es laut Kati Kiesel allein im vergangenen Jahr ein Plus von 66 Kindern im Alter von null bis drei Jahren in der Seestadt. Derzeit leben dort 250 Kinder in diesem Alter. Außerdem wolle die Kommune in Ortsteilen, in denen es bislang keinen Spielplatz gibt, Abhilfe schaffen.

In Großräschen gibt es 15 öffentliche Spielplätze. Der Einweihungstermin für das neue Spielgerät auf dem Seespielplatz steht hingegen schon fest: natürlich am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag.

(trt)