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| 17:15 Uhr

Sibirische Fröste
Trockene Eiseskälte hat die Region fest im Griff

FOTO: Paul Zinken / dpa
Senftenberg/Großräschen. Eisige Temperaturen und Dauer-Nachtfröste bis zu minus 10 Grad Celsius haben die Region fest im Griff, während Frau Holle im Urlaub ist. Mit Sorge schauen die Landwirte darauf, wie die Wintersaaten ohne schützende Schneedecke diesen Kälteeinbruch verkraften.

Ein lang anhaltendes und stabiles Hochdruckgebiet hat in den zurückliegenden zwei Wochen das Wettergeschehen in der Lausitz bestimmt. Die damit verbundenen Nachtfröste bis zu minus 10 Grad haben der Natur den für diese Jahreszeit notwendigen Dämpfer verpasst. „Gefahr droht unseren Kulturen in den nächsten Tagen bei anhaltendem Barfrost und Temperaturen unter minus 10 Grad“, warnt Landwirt Günter Kockro aus Großräschen.

In diesem Winter fehlte bisher komplett das weiße Betttuch, welches die Wintersaaten entsprechend schützt. Schnee ist in diesem Winter erneut Mangelware - Frau Holle ist weiter im Urlaub. Bis 15 Zentimeter tief ist der Frost aktuell in den Boden eingedrungen, hat Michael Wesnigk in seiner Wetterstation in Klettwitz registriert. Seine Messstelle ist, so wie vorgeschrieben, auf unbewachsenem Sand angelegt.

Die Amphibien befinden sich bei diesen niedrigen Temperaturen und der Trockenheit noch in der Warteschleife. „Auf die bei Wetterumschwung bevorstehende Wanderung sind wir vorbereitet“, so Jürgen Jentsch von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

Die Gewässer hatten bisher noch keine tragfähige Eisschicht. Ob sich das bei anhaltendem Dauerfrost in den nächsten Tagen ändert, bleibt abzuwarten. Das trockene und frostige Wetter bietet beste Bedingungen für die Aufarbeitung des Schadholzes, das Sturmtief „Friederike“ im Januar auch in den südbrandenburgischen Wäldern hinterlassen hat.