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Einzige Pilotin wird jetzt umsorgt

Die Bat-Lady 2.0 des Studententeams Lausitz Dynamics hat die Testrunden absolviert.
Die Bat-Lady 2.0 des Studententeams Lausitz Dynamics hat die Testrunden absolviert. FOTO: Christin Faulstich
London. Die Lausitzer Studenten von der BTU Cottbus-Senftenberg, für die es am Wochenende beim Shell Eco-Marathon in London ernst wird, haben die Testfahrt absolviert und die Strecke des Energie-Effizienz-Rennens gut studiert. Sie ist zum Vorjahr nur leicht verändert worden, bestätigt Christin Faulstich, die Sprecherin des Teams Lausitz Dynamics. Kathleen Weser

Die Bat-LaDy 2.0 ist in verschiedenen Einstellungen getestet worden und hat die dritte Runde nicht selbstständig beenden können. "Doch nach einer kurzen Prüfung des Fahrzeuges entschied das Team Anastasia, sie erneut auf den Ring zu schicken. Sie legte acht Runden zurück. Und Anastasia hat den Ingenieuren danach noch Tipps zum Überarbeiten gegeben", so Faulstich weiter. Motiviert von dem guten Ergebnis haben die Schrauber und Tüftler auch sofort ans Werk gemacht.

Auch das obligatorische Shell-Family-Foto, für das sich alle Teams auf der Strecke einfinden, ist schon gemacht. Ohne größere Rückschläge hat das Rennteam den Testtag überstanden. Leider wird Ersatzfahrer Niklas Richter nicht mehr zugelassen. "Er ist zu groß für das Fahrzeug. Die Rennleitung befürchtet, dass er nicht ausreichend Sicht hat und somit eine Gefahr besteht. Das heißt also, Fahrerin Anastasia Skifov muss wie ein rohes Ei behandelt werden", erklärt Christin Faulstich. Vor dem Rennen sind auch noch Kleinigkeiten am Gefährt wie die Rückspiegel optimiert worden. "Denn durch die Unebenheiten auf der Strecke gibt es Schläge auf das Fahrzeug. Und das kann zum Verrutschen der Einstellung führen", erläutert die Team-Sprecherin. Himmelfahrt ist die letzte Fahrt unter Testbedingungen absolviert worden. Pünktlich um 12.30 Uhr wurde die Strecke für die Prototyp-Fahrzeuge geöffnet. 13.40 Uhr ging dann die Bat-LaDy 2.0 auf die Strecke und fuhr die komplette Instanz von zehn Runden - das sind 15,691 Kilometer - ohne Schwierigkeiten durch. Das bedeutete, dass Anastasia nach 38,20 Minuten wieder an der Start-und-Ziel-Marke einrollte. "Die aktuell größten Sorgen bereiten uns in diesem Jahr die Temperaturen. Im Paddock sind es ungefähr 30 Grad Celsius, und im Fahrzeug muss die Fahrerin noch mit etwa sieben Grad mehr klarkommen. Über mindestens 40 Minuten. Das ist eine enorme Leistung, die die Fahrer hier abliefern", erklärt Christin Faulstich. Das ganze Team achte deshalb akribisch darauf, dass die Pilotin viel trinkt und wenig Sonne tankt.

In den ersten Wertungstag starten die Lausitzer Studenten optimistisch. "Wir sind zuversichtlich, dass es klappen wird. Doch es sind viele Faktoren entscheidend für Erfolg oder Misserfolg", sagt der als Ersatzfahrer am Steuer ausgebremste Niklas Richter.