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Einspruch: Sportgericht nimmt Brieske den Pott

Hörlitz.. Zu früh gefreut: Den Fußballerinnen des FSV Brieske/Senftenberg II ist der Kreispokal trotz 3:2-Sieges im Endspiel gegen die Frauen vom KSV Tettau/Schraden wegen Regelverstoß nachträglich entzogen worden. Kai Dietrich

Friedbert Asmus, Spielausschuss-Chef des Fußballkreises Senftenberg, übergab Pokal und Urkunde am Wochenende zur Ausschuss-Versammlung in Hörlitz an ein stolzes Tettauer Team.
Schon nach der Finalpartie beim Parkfest in Lindenau hatte es erst lautstarke Proteste und schließlich einen offiziellen Einspruch aus den Tettauer Reihen gegeben. Das Sportgericht in Lauchhammer bestätigte nun den Verdacht auf Regelverstoß bei der Mannschaftsaufstellung. Weil der Briesker Trainer zur Ver stärkung des FSV II Stammspielerinnen des ersten Teams aufs Feld schickte, wurde der Einspruch für rechtsgültig erklärt. Friedbert Asmus: „Seit vergangenem Jahr schreibt die Satzung des Landesverbandes vor, dass nach Abschluss der Spielzeit kein Spieler aus der ersten Mannschaft mehr in untergeordneten Teams spielen darf. Das haben die Briesker im Finale nicht beachtet“ .
Vorsätzlichen Betrug traut Asmus dem FSV derweil nicht zu: „Die Vorschrift, die vor allem zur Wahrung der Chancengleichheit in die Satzung aufgenommen wurde, ist noch recht jung. Ich bin mir sicher, dass mangelnde Regelkenntnis Schuld ist.“ Und die hat jetzt zu einer echten Premiere geführt: Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballkreises Senftenberg ist der Pokalsieger nämlich am grünen Tisch statt auf dem grünen Rasen ermittelt worden.