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Lauchhammer
Einmal monatlich Kabarett im ehemaligen Gotteshaus

Bei der Silvesterparty 2017 in der Friedensgedächtniskirche mit Jan Schönberg (40) aus Senftenberg als Elvis-Double.
Bei der Silvesterparty 2017 in der Friedensgedächtniskirche mit Jan Schönberg (40) aus Senftenberg als Elvis-Double. FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer. Die Friedensgedächtniskirche hat sich zu einer guten Adresse für Kultur und Bildung entwickelt. Von Mirko Sattler

Etwas abseits vom Straßenlärm befindet sich die Friedensgedächtniskirche im Osten der Stadt unweit des Hammerwerkes. Im Jahre 1999 wurde von den beiden ehemaligen Geschäftsführern der Wequa GmbH, Prof. Dr. Horst Seidel und Dr. Norbert Pietsch, ein Projekt ins Leben gerufen, das ehemalige evangelische Gotteshaus zu einer multikulturellen Begegnungsstätte umzuformen. Begleitet und weiter entwickelt wurde dieses Projekt von den Mitarbeitern des damaligen „Hauses der Möglichkeiten“, insbesondere durch Dietmar Simmank

Die Friedensgedächtniskirche hat sich inzwischen zu einer ausgezeichneten Adresse für Kultur und Bildung in der Kunstgussstadt entwickelt. „Mittlerweile konnten wir den 90 000 Besucher seit Bestehen der Kultureinrichtung begrüßen. Die Besucherzahlen sind im Durchschnitt gleich geblieben“, verriet Kirchenchef Dietmar Simmank. Mit gut 60 Veranstaltungen, die sich über ein breites Feld erstrecken, ist das Jahr 2017 wieder gut gelaufen. „Im Jahr haben wir rund neun Kulturveranstaltungen. Hinzu kommen noch die vielen anderen – seien es die Wequa-internen Veranstaltungen wie Foren und Workshops oder Betriebs- ,Familien- und Hochzeitsfeiern“, so Simmank weiter.

Viele Vereine und Institutionen aus Lauchhammer und Umgebung nutzen das ehemalige Gotteshaus für ihre Belange. So ist zum Beispiel der Traditionsverein Braunkohle seit über 15 Jahren Stammgast. In den zurückliegenden 20 Jahren, hat sich die Friedensgedächtniskirche auch zu einer Bühne des Kabaretts entwickelt. Viele Künstler wie Hans Gerzlich, Matthias Macherk oder auch das Kabarett Ranz & May entführten die Gäste so schon aus dem Alltag.
Auch für das gerade begonnene Jahr sind wieder Kabarettveranstaltungen vorgesehen. „Im Durchschnitt wird es pro Monat eine geben. Start ist am 1. Februar. Stephan Bauer, der seinen Auftritt im Jahr 2017 wegen Krankheit absagen musste, wird ihn in diesem Jahr nachholen. Wie schon in den letzten Jahren, wird es in 2018 sicher auch das bei den Gästen beliebte Krimi-Dinner geben“, schaut Dietmar Simmank schon einmal in die Zukunft.

Den Abschluss des Veranstaltungsjahres bildet traditionell die Silvesterparty. Im Jahr 2017 konnte das Kulturzentrum „Friedensgedächtniskirche“ dafür einen „himmlischen Gast“ verpflichten. Mit Jan Schönberg aus Senftenberg ist Elvis zu seinen Fans als Double zurückgekehrt.