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Einfach ran an die Arbeit?

Neues Jahr – gute Vorsätze, doch nebenbei etwas Geld dazu verdienen ist gar nicht so einfach, jedenfalls nicht für Schüler unter 18 Jahren. Jana Wieduwilt

Wenn ihr über 18 seid, gibt es zum Beispiel in Diskotheken, Einkaufsmärkten und Gaststätten ab und an mal Nebenjobs zu haben. Gesucht werden sie zum Beispiel im Wandelhof in Schwarzheide und im Dance! in Lauchhammer. Gelegentlich bietet auch das Kaufland Senftenberg Nebenjobs an, aber die Nachfrage ist groß und die Fluktuation zu gering, um eine ständige Nachfrage nach Nebenjobbern zu haben.
Die Agentur für Arbeit vermittelt prinzipiell auch Jobs für Leute ab 15 Jahren, aber die Arbeitsmarktsituation sorgt gegenwärtig kaum für angebotene Stellen. Also: wenn ihr noch nicht 18 seid, dann fragt am besten im Freundes- und Bekanntenkreis nach Nebenjobs, die dem Jugendschutzgesetz entsprechen. Wenn ihr über 18 seid, dürfte das Jobben nicht so schwer werden, vorausgesetzt, ihr nehmt Wochenendarbeit und ungewöhnliche Arbeitszeiten in Kauf.

Fakten für unter 18-Jährige
Um auszuschließen, dass durch zu frühzeitige und schwere Arbeit körperliche und geistige Schäden entstehen, sind im Jugendarbeitsschutzgesetz Bestimmungen für Ferienjobs festgelegt, die beachtet und eingehalten werden müssen. Voraussetzung für einen Ferienjob ist, dass die Schülerinnen und Schüler mindestens 15 Jahre alt sind. Bis zur Vollendung der Vollzeitschulpflicht muss der Ferienjob auf maximal vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt bleiben. Insgesamt darf maximal nur an 20 Ferienjob-Tagen (es gilt die 5-Tage-Woche) gearbeitet werden. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, ist die Dauer der Ferienarbeit nicht begrenzt. Die tägliche Arbeitszeit darf für alle Schülerinnen und Schüler, die 15, aber noch nicht 18 Jahre alt sind, nur auf acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche angesetzt sein. Pausen zählen dabei nicht mit. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht zur Nachtzeit (20 bis 6 Uhr) beschäftigt werden, und es muss ihnen Freizeit von mindestens zwölf Stunden gewährt bleiben. Für bestimmte Branchen wie Gaststätten, Landwirtschaft, Bäckereien gelten Ausnahmen. Wenn nach einem Sommerjob eine Berufsausbildung anschließt, wird schon die Tätigkeit des Ferienjobs versicherungspflichtig.
Es ist ratsam, sich bei der Krankenkasse über die Versicherungsbedingungen für Schülerinnen und Schüler im Ferienjob zu informieren. Der Ferienjob ist an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen verboten. Für Jobbende in Gaststätten oder Krankenhäusern ist die Ferienarbeit an diesen Tagen zulässig, wenn mindestens zwei Wochenenden im Monat beschäftigungsfrei bleiben. (Quelle: www.gelegenheitsjobs.de)