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Einen Jugendklub für Ortrand gibt es nur mit klaren Prämissen

Ortrand. Eine Handvoll junger Leute drängt in Ortrand seit vielen Wochen darauf, dass sie von der Stadt beim Aufbau eines Jugendklubs unterstützt werden. Beim Bürgermeister, bei Abgeordneten und Kandidaten für die bevorstehende Kommunalwahl laufen sie damit offene Türen ein, die sich jedoch schnell wieder verschließen. Manfred Feller

Das hat seinen Grund: Hinsichtlich der handelnden Personen gibt es teilweise erhebliche Bedenken.

"Ein Jugendclub wird gebraucht. Wir sperren uns nicht dagegen", sagt Bürgermeister Ingo Senftleben (CDU). Die jungen Leute allein agieren zu lassen, komme jedoch nicht infrage. Das Thema werde am Vereinsstammtisch besprochen. Der Klub solle in die vorhandene Jugendarbeit mit Vereinen und Arbeitsgemeinschaften an den Schulen integriert werden. "Die Arbeit im Jugendclub bekommt klare Prämissen", so der Bürgermeister auch mit Blick den möglichen Alkoholkonsum und politische Aktivitäten. Diejenigen, die ernsthaft etwas aufbauen wollten, würden zum Gespräch eingeladen.

Während seiner Amtszeit habe es bereits zwei Versuche mit einem Jugendklub gegeben, so der Bürgermeister weiter. Beide seien nach einer gewissen Zeit gescheitert. Das Geld für die Einrichtung sei nicht eingespart worden, sondern vielmehr in die Arbeitsgemeinschaften der Schulen und der Kindertagesstätte geflossen.