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Eine Hirnhälfte zuviel

Glaubt man Forschern, sind es die beiden Gehirnhälften, die Frauen und Männer bei Gesprächen aneinander verzweifeln lassen. Fragt Frau, setzt Mann eine Gehirnhälfte in Betrieb und scannt die Lautfolge auf Aufträge und Antworten. Klaus Wieschemeyer

So lautet die Antwort auf die Frage „Wie lange waren wir nicht mehr Essen„“ ganz sachlich „sechs Monate und 18 Tage“ . Hätte die andere Hirnhälfte Mitspracherecht, käme zwar keine Antwort raus, aber die richtige Gegenfrage „Darf ich Dich heute zum Italiener ausführen““ Umgekehrt führt „Hast Du meine Socken gesehen„“ dank Einschaltung von Hirnhälfte Zwei, zur „Du-lässt-sowieso-alles-immer-überall-rumliegen“ -Tirade. Was nun wirklich kein sachdienlicher Hinweis ist. Da Gespräche mit ungerader Zahl beteiligter Hirnhälften oft übel enden, bat ich meine Herzallerliebste, ihre zweite in Sachfragen auszuklinken. Geht nicht, erklärte sie mir, das funktioniere bei keiner Frau. Sind faktenorientierte Dialoge in Beziehungen unmöglich“ Nein, sagt mein Herzchen: „Nur dafür müsstest Du schwul werden.“