| 02:43 Uhr

Eine halbe Million für Heimkinder

Kaum wieder zu erkennen: Das Drochower Kinderheim mit sonnenscheinheller freundlicher Fassade. Der Umbau ist abgeschlossen.
Kaum wieder zu erkennen: Das Drochower Kinderheim mit sonnenscheinheller freundlicher Fassade. Der Umbau ist abgeschlossen. FOTO: Susan Schkrock/awo
Drochow. Das von der Arbeiterwohlfahrt betriebene Kinderheim in Drochow erstrahlt nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten nicht nur von außen und innen in neuem Glanz, sondern hat mit der Fertigstellung auch einen neuen Namen erhalten. 20 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren erfreuen sich im Haus "Am Drochower See" an den nunmehr hellen, freundlichen Räumen mit neuen und altersgerechten Möbeln und nicht zuletzt an der wieder eingekehrten Ruhe. Andrea Budich

Insgesamt 14 Monate hämmerte es an allen Ecken des alten und über die Jahre abgewohnten Gutshauses aus dem Jahr 1880. Mit drei bis vier Gewerken gleichzeitig war es für alle Bewohner eine sehr staubige Bauzeit. Die Zimmer im ersten Obergeschoss konnten noch vor Weihnachten von den Wohngruppen bezogen werden. Es folgte die Modernisierung des Dachgeschosses, die im März abgeschlossen werden konnte.

Die bewohnte Großbaustelle war für Kinder und Mitarbeiter gleichermaßen eine Herausforderung. Das Ergebnis sei es wert "die Strapazen, den Schmutz und all der Lärm, den so ein Umbau mit sich bringt, ausgehalten zu haben", sagt Heimleiterin Elke Schmidt rückblickend. Außer den neuen Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen haben sich jetzt auch die Arbeitsbedingungen verbessert.

Eine halbe Million Euro investierte der Regionalverband Brandenburg Süd der Arbeiterwohlfahrt als Träger in die Modernisierung. Unter baulicher Leitung von Nadine Bossan entstanden im Erdgeschoss zwei Trainingswohnungen für Jugendliche, die auf ein eigenständiges Leben vorbereitet werden. Ebenso befindet sich nun eine Elternwohnung im Haus, die es den Eltern ermöglicht, ihre Kinder zu begleiten. Zudem erhielt das ehemalige Gutshaus eine Rundum-Erneuerung der Heizungs- und Elektroanlagen, des Sanitärbereiches und der Brandmeldeanlage.

Dass sich die Bewohner wohlfühlen, eingerichtet haben und angekommen sind, möchten sie am 28. Juni ab 15 Uhr bei einem Tag der offenen Tür interessierten Besuchern zeigen.