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| 01:04 Uhr

Ein Trostpflaster

Ein Krankenhaus ist keine Baustelle. Sollte es zumindest nicht sein. In Senftenberg gehen seit Ende der 90er-Jahre Bauleute im Krankenhaus ein und aus. Räume wurden zusammengelegt, Patientensäle halbiert, alte Zimmer reaktiviert.

Patienten, Schwestern und Ärzte mussten nicht nur einmal umziehen. Und das Baugeschehen zwischen OP-Sälen und Schwesternzimmer geht weiter. Drei Jahre lang. Erst wird der Neubau für die Psychiatrie hochgezogen. Danach der 100-jährige Klinik-Altbau von Grund auf saniert. Alles bei laufendem Krankenhausbetrieb. Das geht gleichermaßen an die Schmerzgrenze von Patienten und Mitarbeitern.
Der Ausblick auf bessere und vor allem ruhigere Zeiten ist nur ein kleines Trostpflaster. Für die Schwestern der psychiatrischen Abteilung in Klettwitz sowieso. Sie sehen mit gemischten Gefühlen dem Bautreiben zu und ihre Euphorie hält sich in Grenzen. Weil sie wegen des schönen Umfeldes auf dem Land eigentlich bleiben wollen. Verständlich für jeden, der die grüne Oase in Klettwitz kennt.