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| 01:04 Uhr

Ein Schicksalstag für Hohenbocka

Hohenbocka.. Der Tag nach Nikolaus wird für die Bewohner des Dorfes zu einem Schicksalstag, wie sie ihn lange nicht mehr erlebt haben. In öffentlicher Runde entscheiden die Gemeindevertreter um Bürgermeister Hartmut Liebusch gleich über drei heiße Eisen. Andrea Budich

Zunächst liegt es in der Hand der gewählten Hohenbockaer Volksvertreter, ob der von der Elterninitiative eingereichte Antrag auf einen Bürgerentscheid für den Verbleib der Kinder in der Grundschule Hosena zulässig ist oder zurückgewiesen werden muss. Nach wochenlangem Gezerre und gegenseitigen öffentlichen Anfeindungen haben die Abgeordneten dann das letzte Wort im Streit, ob die Schulkinder künftig weiter in Hosena zur Schule gehen oder ab dem neuen Schuljahr ihre Zuckertüten in der Grundschule Gute born bekommen. Eine Entscheidung steht zu guter Letzt auch dazu an, ob die Schulträgerschaft künftig an das Amt abgegeben werden soll.
Vor der alles entscheidenden Gemeindevertretersitzung wartet Amtsdirektor Roland Adler auf ein erlösendes Signal aus dem zuständigen Ministerium. Bevor die Volksvertreter ihre Hand zur Abstimmung heben, soll definitiv geklärt sein, ob das Angebot aus Senftenberg, den fälligen Schülerkostenausgleich der Ruhlander Amtsgemeinde für fünf Jahre bei 25 000 Euro einzufrieren, rechtlich überhaupt untersetzbar ist. Bisher löst der Vorschlag beim Ruhlander Verwaltungschef noch arge Bedenken aus. „Ohne die Sicherheit, dass wir nicht doch nach drei oder vier Jahren die tatsächlichen Kosten aufgedrückt bekommen, läuft nichts“ , so Roland Adler unnachgiebig.
Sollte sich Hohenbocka am kommenden Mittwoch für die Grundschule Hosena entscheiden, muss das Dorf künftig die finanzielle Mehrbelastung (2004 waren es rund 11 500 Euro) allein tragen. Darauf haben sich die Bürgermeister aller zum Amt Ruhland gehörenden Gemeinden geeinigt.