| 00:00 Uhr

Heimische Tierwelt
Eichhörnchen an Straßen jetzt besonders in Gefahr

Die Eichhörnchen im Garten von Klaus Hirsch in Großkoschen legen Wintervorräte an.
Die Eichhörnchen im Garten von Klaus Hirsch in Großkoschen legen Wintervorräte an. FOTO: Klaus Hirsch
Großkoschen. Tiere legen jetzt noch emsig Wintervorräte an.

Im Garten von Klaus Hirsch in Großkoschen am Senftenberger See legen die Eichhörnchen noch Wintervorräte an. Die possierlichen Tiere sind fleißig, versichert der Naturfreund als stiller Beobachter der Fleißarbeit mit sichtlichem Vergnügen.

„Eichhörnchen vergraben und verstecken vor dem Winter jede Menge Nüsse, Bucheckern und andere Pflanzensamen“, erklärt Diplom-Biologin Ursula Bauer vom Verein Menschen für Tiere. „Das Futter wird im Boden verscharrt, in Astgabeln eingeklemmt und auch sehr gern unter loser Baumrinde deponiert“, berichtet sie weiter. Da Eichhörnchen keinen durchgängigen Winterschlaf sondern lediglich eine Winterruhe abhielten, benötigten sie für die Wachphasen auch ausreichend Nahrung.

Immer gefährlicher wird es für die Eichhörnchen bei der Vorratsarbeit an Straßenrändern auch in der Lausitz. „Die Tiere sind jetzt noch so eifrig mit dem Sammeln und Verstecken ihrer Vorräte beschäftigt, dass sie wenig wachsam sind und nicht auf den Autoverkehr achten“, erklärt Tanja Lenn von der Aktion Tier Eichhörnchenhilfe. In der Konsequenz werden alle Jahre wieder im Herbst viele Tiere zum Unfallopfer. Vor allem an Parks, Friedhöfen und Gehölzgruppen sei mit den niedlichen Nagern zu rechnen - die die wertvolle Nuss im Maul dann schnell die Straße überqueren wollen.

(kw)