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| 01:36 Uhr

Ehrenbürgerschaft des Künstlers Heinz Karl Kummer erneut vertagt

Lauchhammer. Langsam wird es peinlich. Auch im zweiten Anlauf konnte sich das Parlament in Lauchhammer am Mittwochabend nicht darauf verständigen, dem 1987 verstorbenen Maler und Grafiker Heinz Karl Kummer die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. mf

Der 1920 geborene Künstler war ab 1954 in Lauchhammer künstlerisch tätig.

Den Beschlussvorschlag zur Ehrenbürgerschaft hatte die Fraktion Die Linke/Lauchhammer-PUR bereits im letzten Sitzungslauf des Vorjahres auf die Tagesordnung setzen lassen. Die Entscheidung wurde mit der Begründung vertagt, wonach sich die Abgeordneten zunächst mit der Person und dem Schaffen Kummers auseinandersetzen müssen. Sigrid Euler (Linke) kritisiert, dass die Parlamentarier drei Monate Zeit gehabt und sich immer noch keine abschließende Meinung gebildet hätten. Während andere die Werke Heinz Karl Kummers erwerben, wolle die Einreicherfraktion lediglich, dass der Künstler in Lauchhammer nicht vergessen wird. „Ich werde schon von den Leuten gefragt, was die Abgeordneten gegen ihn haben“, so die Volksvertreterin. „Wir machen uns unglaubwürdig“, hatte Mike Nothing von der Fraktion Vereine Lauchhammer bereits vor einer Woche im Hauptausschuss kritisiert.

Seit dem Sozialausschuss am 9. März verdichtete sich immer mehr, dass Lauchhammer, wie andere Städte auch, zunächst eine Art Ehrensatzung braucht, in der auch die Kriterien für eine Ehrenbürgerschaft festgeschrieben sind. „Das ist eine hohe Würde. Dafür brauchen wir eine fundierte Diskussion und eine objektive Entscheidung auf der Basis einer Satzung“, sagt SPD-Fraktionschef Fred Gleitsmann.

Dem Antrag von Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) am Mittwoch, die Satzung zur nächsten Sitzungsrunde vorzulegen, stimmte die Mehrheit der Abgeordneten zu.