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| 18:04 Uhr

Am Tag nach dem schweren Wohnungsbrand
Drochower Brandhaus ist komplett unbewohnbar

Nur noch ein schwarzes Loch: das ausgebrannte Dachgeschoss am Tag nach dem schweren Brand im Mehrfamilienhaus in Drochow.
Nur noch ein schwarzes Loch: das ausgebrannte Dachgeschoss am Tag nach dem schweren Brand im Mehrfamilienhaus in Drochow. FOTO: LR / Catrin Würz
Drochow. Einen Tag nach dem Feuer ist das ganze Ausmaß zu erkennen. Brandursachenermittler haben ihre Arbeit aufgenommen. Von Catrin Würz

Am Tag nach dem schweren Wohnungsbrand in Drochow sind die Ausmaße des Unglücks nun in ihrer ganzen Tragweite zu erkennen: Die verkohlte Dachwohnung mit der teilweise abgetragenen Dachkonstruktion gibt am Mittwoch bei Tageslicht ein erschreckendes Bild ab. Von außen nicht zu sehen, aber dennoch von großer Tragik für alle Bewohner des Hauses sind die Schäden, die durch Rauch, Löschwasser und Löschschaum auch in den unteren Etagen entstanden sind. Auch der Einsatz schwerer Technik am Dach, um die Einsturzgefahr zu bannen und Glutnester zu beseitigen, hat Spuren hinterlassen. „Das Wohnhaus ist schwer beschädigt und komplett unbewohnbar. Niemand darf das Gebäude derzeit betreten“, teilt Martin Konzag, Sprecher der Gemeinde Schipkau, mit. Bei dem Brandhaus handelt es sich um ein Ortsbild prägendes und geschichtsträchtiges Gebäude, das einst zur Verwaltung des Rittergutes gehörte und später die Gemeindeverwaltung beherbergte.

Für die Mieter aus dem Wohnhaus an der Hauptstraße heißt dies aber auch: Sie haben weitgehend alles persönliche Hab und Gut verloren. Klar ist an diesem Tag nur: Alle betroffenen Familien haben Hilfe und Beratung vom Ordnungsamt der Gemeinde angeboten bekommen. Und alle haben ein Obdach für die nächsten Tage gefunden – zumeist bei Verwandten oder Freunden.

Die Brandursachenermittler der Polizei haben am gestrigen Mittwoch vor Ort die Spurensuche nach dem Grund für das Feuer aufgenommen. Und auch die Kameraden von der Schipkauer Gemeindefeuerwehr fanden sich erneut in Drochow zur einer Kontrolle am Brandort ein. „Mehrere Wohnungen müssen als Totalschaden bezeichnet werden“, sagt Gemeindewehrführer und Einsatzleiter Michael Kiepe. „Und letztlich wurden auch Energie- und Wasserversorgung zum Gebäude gekappt.“

Die Einsatzleitung zog zudem ein erstes Fazit: Trotz des komplizierten Brandherdes und der beengten Umgebung lief der Einsatz mit mehr als 70 Kameraden routiniert ab. „Allen Einsatzkräften und Helfern vor Ort gebührt ein großer Dank“, so Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU).