In der Folge des Bekanntwerdens seien engere Kontaktpersonen ermittelt worden, die vorsorglich untersucht würden. Dazu zählten Kinder und Erzieher einer Senftenberger Kindertageseinrichtung, informiert das Gesundheitsamt des Landkreises.

Die Untersuchungen zielen darauf ab, die Übertragung des Erregers auf nahestehende Personen auszuschließen und sollen den Eltern im Ergebnis Sicherheit geben.

Das Gesundheitsamt und die Mitarbeiter der Einrichtung arbeiten dazu eng zusammen. Ein Brief an die Eltern sei verfasst und ein Informationsabend durchgeführt worden.

Dabei mahnt Amtsarzt Dr. Klaus Bethke zur Besonnenheit: "Bei Tuberkulose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Die Ansteckungsgefahr ist um ein Vielfaches geringer als bei üblichen Erkältungskrankheiten. Kleinkinder sind in der Regel nicht ansteckend für andere Personen. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Befunde und des Alters des erkrankten Kindes liegt keine hochansteckende Erkrankungsform vor."

Die angeordneten Untersuchungen werden ab Ende dieser Woche angeboten, die Ergebnisse liegen nach wenigen Tagen vor, heißt es weiter. Das erkrankte Kind hatte sich wahrscheinlich bei seiner Mutter angesteckt. Beide werden derzeit behandelt. Die Untersuchung der weiteren Kinder der Frau und anderer Vertrauter aus dem näheren Umfeld haben bislang keinen Hinweis auf Erkrankte ergeben.

Im gesamten Landkreis wurden in 2016 bislang drei Tuberkulose-Erkrankungen registriert. 2015 waren es insgesamt fünf gemeldete Fälle.

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sind für Eltern bei Fragen zum Thema Tuberkulose telefonisch unter der Rufnummer 03573 8704342 und 8704345 erreichbar, heißt es abschließend.