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Drei Millionen für die Räschener Oberschule

Großräschen.. Die Bausumme klingt wahrlich gewaltig. Großräschen wird in den nächsten anderthalb Jahren runde drei Millionen Euro in den Ausbau des derzeitigen Gymnasiums zur attraktiven Ganztagsschule stecken. Oliver Sobe

Einmütig brachte das Abgeordnetenhaus am Mittwochabend eine der größten Investitionen der IBA-Stadt seit der Wende auf den Weg. Mitte 2008 soll nunmehr die Oberschule vom alten Standort in der Nordstadt in die Seestraße umziehen.
„Wir freuen uns darüber, dass die Entscheidungen in unserem Sinne gefallen ist“ , sagte Schulleiterin Burgit Schulze gestern am Telefon. Bereits seit diesem Jahr ist die Oberschule mit ihrem Konzept des praxisnahen Lernens eine Ganztagsschule (die RUNDSCHAU berichtete). Dabei kooperiert die Einrichtung im Unterricht mit zahlreichen Firmen aus der Region. Die Landesregierung hatte den Schulumbau in Großräschen erst am Dienstag als eines von fünf prioritären Vorhaben im regionalen Wachstumskern „Westlausitz“ eingeordnet.
Für die Mammut-Sanierung der einstigen Berufsfachschule für Klinker- und Ziegelindustrie erhält die IBA-Stadt einen Zuschuss aus dem Fördertopf „Stadtumbau Ost“ von knapp 1,5 Millionen Euro sowie weitere 250 000 Euro aus dem Ganztagsschulprogramm. Neben dem Eigenanteil von einer halben Million Euro erwartet Großräschen zudem ein zinsfrei gestelltes Darlehen von 750 000 Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Auf dem Bauprogramm steht unter anderem die Erneuerung des Daches sowie der Fenster und Türen, ein moderner Innenausbau, ebenfalls die Neugestaltung der Außenanlagen. Der erst in den siebziger Jahren errichtete Gebäudeteil zwischen der Sporthalle und dem Südflügel wird komplett abgerissen. Im Ergebnis der Umbauten sollen die Unterhaltungskosten für den markanten Klinkerbau um geschätzte 30 Prozent sinken.