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Doppelmesse in Senftenberg
Frühlingsgefühle trotz frostiger Temperaturen

Messe-Gespräch in Senftenberg: Matthias John (r.) zeigt Frank und Ingrid Atzler aus Wartha Naturdämmstoffe für ihr Haus.
Messe-Gespräch in Senftenberg: Matthias John (r.) zeigt Frank und Ingrid Atzler aus Wartha Naturdämmstoffe für ihr Haus. FOTO: Peter Aswendt
Senftenberg. Die Doppelmesse LausitzBau und Frühlingsschau vereint in Senftenberg 100 Aussteller. Ökohaus und Blütenpracht sind gefragt. Von Peter Aswendt

Die 18. Auflage der Doppelmesse LausitzBau und Frühjahrsschau in der Niederlausitzhalle hatte am Wochenende gleich mit zwei Handicaps zu kämpfen. Zum einen fand sie am gleichen Wochenende wie die Großräschener Leistungsschau statt, zum anderen fiel in der Niederlausitzhalle teilweise die Heizung aus, was bei den frostigen Außentemperaturen besonders heikel war. Dennoch kamen knapp 5000 Besucher zu der Messe in Senftenberg. Viele strömten an beiden Tagen schon bis 11 Uhr vormittags zur Einlassflatrate in die Halle. „Trotz der Terminüberschneidung zur Messe in Großräschen haben wir die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht“, zeigte sich Messechefin Viola Beyer-Hoppe erleichtert.

Unter den Besuchern war auch Familie Philipp aus Staupitz: „Wir sind auf der Suche nach Frühjahrsblühern.“ So wie das Ehepaar steuern viele blütenhungrige Besucher den Stand von Anke Schenk von der Baumschule aus Röderland an: „Wir sind hier seit der ersten Messe mit dabei“, berichtet die Diplomagrarökonomin. Dass die Hallenheizung nicht lief, störte sie überhaupt nicht: „Wir arbeiten ja sowieso viel an der frischen Luft“, lacht sie.

Die klassischen Handwerksfirmen und Bauunternehmen hat sich Familie Schmidt aus Senftenberg vorgenommen: „Wir haben im vergangenen Jahr ein baufälliges Haus gekauft und wollen in diesem Jahr loslegen“, sagt das junge Paar, das sich vom Messebesuch  Anregungen erhofft. „Das Gute ist, wir haben hier alle Anbieter kompakt vor Ort.“

Ökologische Innovation aus Senftenberg zeigt Matthias John aus Niemtsch. Mit seinem Zimmereibetrieb bietet er ökologisches Bauen und individuell gefertigte Holzmöbel an. Von dem Angebot des Niemtscher Zimmerei-Meisterbetriebs waren Frank und Ingrid Atzler aus Wartha begeistert. „Wir sind jetzt Rentner und wollen unser Häuschen ein bisschen auf Vordermann bringen“, schildern sie ihr Vorhaben. „Wir möchten aber keine umweltschädlichen Dämmungen oder Baumaterialien verwenden“, ergänzt Frank Atzler. Bei der Firma Holz-John sind die Warthaer genau richtig. „Auf der Messe hier geht es eher um Beratung, weniger um Direktgeschäfte“, bestätigt Matthias John. „Aber viele unserer späteren Kunden kennen uns von der Messe her“, so der Handwerksmeister.

Trotz des frostigen Starts waren Aussteller und Besucher mit der 2018er Doppelmesse in Senftenberg zufrieden.