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| 01:04 Uhr

Discodrom rollt seit einem Viertel Jahrhundert

Lauchhammer.. Wenn es morgen ab 11 Uhr auf dem Heßmerplatz „55 Jahre Musik aus Lauchhammer“ heißt, dann sind die 30 Jahre der Astion-Formation nur ein Teil des Ganzen. Die anderen 25 Jahre steuert Diskjockey Ralf-Peter Petschke bei, mit seiner Mobildiscothek Discodrom ist er bereits seit 1978 unterwegs. Von Bernd Balzer

Zwischen der Band und dem Discotheker bestehen seit langem freundschaftliche Beziehungen. So spielen beide seit der Gründung des Schwarzheider Carnevalsclubs für das närrische Volk in Zschornegosda.
Als die Musiker der Astion-Formation schon ihre Instrumente erlernten, lag der am Neujahrstag 1962 geborene Ralf-Peter Petschke noch in den Windeln. Schon als Zwölfjähriger wurde die Musik seine große Leidenschaft. Er sorgte bei Schuldiskos für die Musik und machte 1976 den für solche Veranstaltungen erforderlichen Befähigungsnachweis für Schuldiskosprecher.
Von 1977 bis 1978 drückte er jedes Wochenende beim Lehrgang die Schulbank. „Als ich den Spielausweis abholte, fiel auf, dass ich erst 16 Jahre alt war. So war ich plötzlich der jüngste in der DDR zugelassene Diskjockey“ , erinnert sich Ralf-Peter.

Bis Ahrenshoop
Von nun an tingelte er durch Jugendclubs, Kulturhäuser und Dorfsäle von Oberwiesenthal bis Ahrenshoop. Im Schnitt wurden dabei jährlich mehr als 100 000 Kilometer zurückgelegt und ab 1984 war ein Wolga-Kombi sein treuer Begleiter. „Das Auto war optimal, es bot viel Platz und konnte einen großen Anhänger ziehen“ , so der damals nebenberufliche DJ.
Hauptberuflich war er bei der Konsumgenossenschaft Bad Liebenwerda als Lehrausbilder im Bereich Gastronomie beschäftigt. Als der Vorstand der Konsumgenossenschaft wegen der Nichtteilnahme an der Maidemonstration 1987 die nebenberufliche Tätigkeit untersagte, wurde sein Spielausweis eingezogen und mit dem Muggen (Mugge=Musikalisches Gelegenheitsgeschäft) war es erst einmal vorbei.
Er kündigte sofort und suchte nun einen Job bei einer anderen Firma. Ohne Arbeit gab es nämlich in der DDR keinen Spielausweis. In der kleinen Firma seines Vaters bearbeitete er ab September 1987 Metall und weiter ging es in Sachen Diskothek.
Während dieser Zeit wurde, nicht ganz legal, ein LKW Robur angeschafft, mit dem für die Gruppe „Tonstein“ die Technik transportiert werden konnte. Das war damals der Beginn des Verleihs von Ton- und Lichttechnik, der noch heute zu seinem Leistungsangebot gehört.

Name geändert
Mit der Wende gab es dann die Möglichkeit, den langersehnten Berufsausweis zu erhalten. Ab 1995 kamen von Seiten der Veranstalter immer wieder Anfragen nach Künstlern, Bands und Programmen.
Da zu diesen Kollegen durch seine jahrelange Diskotätigkeit gute Kontakte bestanden, änderte Ralf-Peter Petschke die Firmenbezeichnung auf „Veranstaltungsdienst Petschke“ um und erweiterte seinen Leistungsumfang. Heute wissen viele Veranstalter aus nah und fern, dass man in Ralf-Peter Petschke einen zuverlässigen und erfahrenen Partner für seine Veranstaltungen findet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine Familienfeier, ein Firmenevent oder ein Volksfest ist.
Im Jahre 2002 hat Ralf-Peter Petschke mit der Präsens des Veranstaltungsdienstes in 13 Städten von Zossen über Lübben und Großenhain bis Dresden und von Herzberg über Finsterwalde bis Hoyerswerda einen neuen Weg beschritten, um seinen Wirkungsbereich weiter zu vergrößern. Aber auch der Weg bis in die alten Bundesländer ist ihm nicht zu weit, um auch dort für gute Stimmung zu sorgen.