ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:43 Uhr

"Die wahren Abenteurer haben sich in Senftenberg versteckt"

17 Hibbies sind heute Abend im Amphitheater zu erleben.
17 Hibbies sind heute Abend im Amphitheater zu erleben. FOTO: Schmidt_Schliebener
Senftenberg. Zum fünften Mal seit ihrem ersten Auftritt im Amphi-Sommer des Jahres 2013 lassen die 17 Hippies heute wieder den Hexenkessel brodeln. Ihre Musik, die unterschiedliche Kulturen mit den Vorlieben und dem Können der leidenschaftlichen Musiker vereint, wird vom Publikum weltweit geliebt.

Abseits des deutschen Mainstreams mischen sie in unbändiger Spielfreude französische Chansons mit osteuropäischen Klängen, amerikanischen Folk mit Rock und Pop zum von ihnen geschaffenen Berlin Style als Weltmusik, die das Publikum in den Konzerten vom ersten Ton an mitreißt. Die RUNDSCHAU hat mit Kiki Sauer, der Mitbegründerin der 17 Hippies, gesprochen.

Wie hat die Band das Jahr seit dem vorigen Auftritt im Amphitheater verbracht?
Sauer Oh, wir haben uns zu unserem 20-jährigen Jubiläum gehörig feiern lassen, und die Zugabe ist mindestens genauso fulminant ausgefallen. Es gab alles: Freude, Extase, Erinnerungen, Präsente, Blumen . . . Und der Blick in die Zukunft und die Neugierde darauf, was kommen wird, da stecken wir jetzt schon wieder drin.

Was gibt es denn Neues bei den Hibbies?
Sauer Die nächste Überraschung ist in Vorbereitung. Nebenher bringen wir noch Notenbücher mit unseren Songs heraus. Am Ende des Jahres wird es sogar "17 Hippies für Klavier" als Notenbuch geben.

Was werden Sie beim fünften Auftritt in Folge im Amphitheater spielen? Welche Titel welcher CD sind zu hören?
Sauer Sollen wir das jetzt schon verraten? Wir lieben es ja, uns selbst zu überraschen. Und was in Senftenberg toll ist: Das Publikum ist bereit, auf jede Reise mitzukommen. Die wahren Abenteurer haben sich nämlich in Senftenberg versteckt.

Wohin führen Ihre Wege 2017 noch? Welche Pläne gibt es?

Wir spielen dieses Jahr ein paar ausgewählte Festivals und sind ansonsten zurückgezogen und kreativ im Studio. In ein paar Wochen bekommen wir noch Besuch von einer persischen Band aus Teheran, mit der wir zusammen ein paar Stücke in unserem Berliner Studio aufnehmen werden. Ansonsten machen wir keine langfristigen Pläne. Die verbauen nur die Sicht. Wir wollen den Puls der Zeit fühlen, neugierig sein, weitermachen und schauen, was auf uns zukommt.

Im vorigen Jahr haben Sie von der mühseligen Suche nach dem Rostigen Nagel und dem Aufstieg berichtet. Was ist diesmal neben dem Konzert im Lausitzer Seenland geplant?
Sauer Der Klangturm letztes Jahr war toll. Dieses Mal werden wir es wahrscheinlich nur schaffen, vor dem Konzert einmal kurz ins Wasser zu springen.

Sind alle 13 Musiker in Senftenberg dabei?
Sauer Aber ja - wir kommen mit der vollen Mannschaft.

Mit Kiki Sauer sprach

Heidrun Seidel/hsd1

Zum Thema:
Die 17 Hippies haben sich 1995 in Berlin zusammengefunden. Damals entstand auch der Name, der nach eigenen Angaben keine tiefere Bedeutung hat, aber auf jeden Fall neugierig macht. Ein Meilenstein in der Bandgeschichte war das Jahr 2001, in dem die Band die Filmmusik zum Kinofilm "Halbe Treppe" von Andreas Dresen komponiert und im Film selbst mitgespielt hat. Das Ensemble hat in den jetzt mehr als 20 Jahren seines Bestehens in 28 Ländern gespielt, in 160 Städten in Deutschland und 130 im Rest der Welt. Da kommen knapp 2500 Konzerte zusammen.Darüber hinaus gibt es vielfältige Projekte mit anderen Musikern, außerdem erscheinen Notenbücher.Die 17 Hippies sind heute, Freitag, 7. Juli, in Großkoschen ab 20 Uhr zu hören. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse (03573 801286) oder in den einschlägigen Vorverkaufsstellen.