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| 09:31 Uhr

Die Schießbude der Liga

Nach einer dreiwöchigen Spielpause mussten die Ruhlander Handballmänner beim Spitzenreiter der Verbandsliga Süd in Lübbenau antreten. Unterstützt von zahlreich mitgereisten Fans wollten die Schützlinge des Trainerduos Lehmann/ Mehnert endlich den ersten Saisonsieg erringen. Dieses Vorhaben gelang jedoch nicht, da der RHV erneut desolate Schwächen im Abwehrbereich offenbarte. Mit 29 Treffern pro Spiel besitzt man zwar den zweitbesten Angriff, doch mit 32 Gegentoren ist man gleichzeitig die Schießbude der Liga. Arnt Hüttner

Unmissverständlich machten die Gastgeber von Beginn an klar, dass sie nicht gewillt waren, dem RHV die Punkte zu überlassen. Die Spreewälder gingen stets in Führung, aber die HV-Männer kämpften sich immer wieder heran. Doch kaum verkürzte der RHV den Rückstand bis auf ein Tor, traten die Unparteiischen auf den Plan. Bis zur 20. Minute spielte der HV die Hälfte der Zeit in Unterzahl. Trotzdem kämpfte der RHV weiter und konnte zwei Minuten vor der Pause auf 14:15 verkürzen. Doch zwei Lübbenauer Konter stellten den 17:14-Halbzeitstand her. Ein Kuriosum dann in der Halbzeitpause. Die Unparteiischen erhielten Besuch von einem Mitglied des Schiedsrichter-Ausschusses, und urplötzlich konnten die Herren regelkonform pfeifen. Wegen der vielen Zeitstrafen standen einige HV Spieler vor der Disqualifikation durch die dritte 2-Minuten-Strafe. Folglich erwartete die Gastgeber wenig Gegenwehr in der Ruhlander Hintermannschaft. Wobei es den Lübbenauern nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. In der 42. bzw. 44. Minute kam der RHV zum 22:22 und 23:23- Ausgleich. In dieser Phase des Spiels verpasste der RHV, den Bock umzustoßen. Denn von einem plötzlichen Rückstand hätten sich die Gastgeber vielleicht nicht mehr erholt. Stattdessen immer wieder eklatante Abwehrfehler, die die Hausherren zur erneuten Führung nutzten 26:23. Doch bis zur 52. Minute hielten die Schwarz-Weißen dagegen – 27:29. Erst in der Schlussphase, als die Kräfte schwanden konnten die Spreewälder das Resultat etwas in die Höhe schrauben und gewannen verdient – aber etwas zu hoch – mit 36:31.