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| 01:37 Uhr

Die Natur stets im Blick

Ein gutes Team in Sachen Naturschutz: Bürgermeisterin Elisabeth Mühlpforte, Verwaltungsmitarbeiterin Marina Boog und der Naturschutzbeauftragte Werner Blaschke (v.l.).
Ein gutes Team in Sachen Naturschutz: Bürgermeisterin Elisabeth Mühlpforte, Verwaltungsmitarbeiterin Marina Boog und der Naturschutzbeauftragte Werner Blaschke (v.l.). FOTO: Petra Maser
Die Stadt Lauchhammer darf sich ab sofort „Naturschutzkommune 2007“ nennen. Damit gehört sie zu jenen insgesamt 115 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland, die den Titel von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zuerkannt bekommen haben. Lauchhammer hatte sich an einem Wettbewerb um den Titel „Bundeshauptstadt im Naturschutz“ beteiligt und dafür eine Vielzahl von bereits realisierten und noch in der Planung befindlichen Naturschutzprojekten in der Stadt dokumentiert. Von Petra Maser

Im Rahmen des Wettbewerbes war vor allem kommunales Engagement in den Bereichen Grünflächen, Arten- und Biotopschutz, Gewässer, Land- und Forstwirtschaft sowie Umweltbildung gefragt. "Lauchhammer hat in Sachen Naturschutz einiges zu bieten", betont Bürgermeisterin Elisabeth Mühlpforte anlässlich der Titelübergabe. Das Stadtoberhaupt verweist auf die gute Zusammenarbeit der Rathausmitarbeiter mit dem Naturschutzbeauftragten Werner Blaschke und anderen relevanten Institutionen. Nicht in jeder Kommune gebe es jemanden, der sich sozusagen "von Amts wegen" um die Belange der Natur kümmert. Mit Marina Boog habe die Verwaltung eine Mitarbeiterin gefunden, die sich intensiv mit dem Umweltschutz beschäftigt.
Hervorragend funktioniere auch die Kooperation mit dem Naturschutzbund und der Unteren Naturschutzbehörde. "Bereits bei der Planung solcher Projekte, die einen Einfluss auf die Umwelt haben, werden die entsprechenden Behörden einbezogen", erläutert Marina Boog. Beim Bau der Werkhallen für die Vestas Blades Deutschland GmbH habe man beispielsweise eine naturfreundliche Lösung für die Ableitung der Regenwassermengen von den riesigen Dachflächen gefunden. "Es wurde ein Rohrleitungssystem bis zum Frauenteichgraben gelegt, was der Austrocknung der grünen Mitte entgegenwirkt", beschreibt sie das Projekt.
Auch für die Sanierung der riesigen Bergbaufolgelandschaften und die Aktivitäten zur Gewässerunterhaltung gebe es einige positive Beispiele. So seien unter anderem über den Gewässerverband "Kleine Elster-Pulsnitz" mit Fördermitteln das Schöpfwerk des Hammergrabens saniert und das Gewässer vom Schöpfwerk bis zum Frauenteichgraben renaturiert worden. Die Maßnahme für insgesamt 280 000 Euro sei ein wesentlicher Betrag zur Renaturierung des Gewässerhaushaltes, betont auch Naturschutzfachmann Werner Blaschke.
"Unsere Stadt verfügt außerdem über mehrere Natur- und Flächendenkmale sowie ökologisch bedeutsame Gebiete, zu denen auch der Schlosspark gehört", fährt Blaschke fort. Dessen Gestaltung habe sich seit Jahrzehnten an die erforderlichen Naturschutzbelange angelehnt.
Seit mehr als 25 Jahren gebe es die Naturschutzgebiete "Welkteich" und "Seewald". Einen großen Anteil an der Pflege und Entwicklung solcher Projekte habe die "Arbeitsgruppe Umwelt", die 1999 durch die Lokale Agenda gegründet wurde. "Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Kommune so viel ehrenamtliches Engagement für die Umwelt erfährt", betont der Naturschutzbeauftragte.
Das Potenzial der Stadt sei jedoch noch nicht ausgeschöpft. "Wir haben zwar den Titel ,Naturschutzkommune 2007' erhalten, aber die Platzierung lässt sich durchaus noch verbessern . . .", blickt Werner Blaschke in die Zukunft. Und auch die Bürgermeisterin nimmt die Auszeichnung als Ansporn: "Wir werden uns künftig noch mehr für unsere Umwelt engagieren."