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| 11:43 Uhr

Weihnachten mit der RUNDSCHAU
Lausitzer greifen zum Weihnachtsbaum-Klassiker

 In der Weihnachtsbaumausstellung des Schlosses Senftenberg ist auch dieser mit Papiersternen und Schneebällen geschmückte Baum zu sehen – das ist Trend in diesem Jahr.   Fotos: Museum Landkreis OSL
In der Weihnachtsbaumausstellung des Schlosses Senftenberg ist auch dieser mit Papiersternen und Schneebällen geschmückte Baum zu sehen – das ist Trend in diesem Jahr. Fotos: Museum Landkreis OSL FOTO: lr / LR
Senftenberg. Ein geschmückter Nadelbaum ist zum Weihnachtsfest für viele Familien der symbolische Mittelpunkt zum Jahresende. Eine Senftenberger Expertin erklärt die aktuellen Weihnachtsbaum-Trends und verrät, wie der grüne Zimmerschmuck länger frisch bleibt. Von Peter Aswendt

Traditionell wird der Weihnachtsbaum vor dem Tag der Bescherung, also dem Heiligabend, mit Kerzen, Kugeln und Lametta geschmückt und alle Geschenke werden darunter arrangiert. Doch welcher Weihnachtsbaum ist in Mode, und gibt es einen Trend beim Schmücken?

Es gibt mehr Weihnachtsbaumarten, als man denkt. Von der Nordmanntanne bis zur Korea-Tanne werden die Weihnachtsgewächse heute nicht mehr unbedingt in Wäldern geschlagen, sondern extra für das Fest in großen Baumschulen gezüchtet. „Immerhin muss so ein Baum acht bis zehn Jahre in einer Baumschule heranwachsen“, sagt Anett Reichel von der Blumen Mädler GmbH aus Senftenberg. Diese lange Zeit der Hege und Pflege relativiert auch die Preise, die natürlich nach Größe und Baumart variieren.

 Anett Reichel, Inhaberin der Firma Blumen Mädler, setzt seit Jahren auf die klassische Nordmanntanne. Bei der Traditionsgärtnerei in Senftenberg bestellen nicht nur Privatkunden, sondern auch Unternehmen ihren Baum.
Anett Reichel, Inhaberin der Firma Blumen Mädler, setzt seit Jahren auf die klassische Nordmanntanne. Bei der Traditionsgärtnerei in Senftenberg bestellen nicht nur Privatkunden, sondern auch Unternehmen ihren Baum. FOTO: Peter Aswendt

Auch in der Lausitz lassen sich die Weihnachtsliebhaber ihren Baum etwas kosten. Zwischen 20 und 50 Euro liegen die durchschnittlichen Preise in diesem Jahr. „Die Trockenheit war zwar spürbar, aber die Preissteigerungen sind moderat geblieben“, verrät Anett Reichel. Auch bei den Floristik- und Gartenprofis aus Senftenberg hat sich in diesem Jahr der Trend bestätigt, dass zum Klassiker bei den Weihnachtsbäumen gegriffen wird.  Mit einem Anteil von circa 70 Prozent ist die Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland. Sie besticht durch weiche, nicht piksende dunkelgrüne Nadeln. Mit einer guten Haltbarkeit und einem buschigen, kräftigen Wuchs eignet sie sich sehr gut für beheizte Wohnzimmer.

Auch den heißen Sommer haben diese robusten Bäume relativ gut überstanden. „Die Nordmanntanne ist ein Pfahlwurzler, das heißt, eine zentrale Wurzel geht tief in die Erde“, erklärt die Fachfrau. „Dadurch haben die Nordmanntannen die Trockenheit dieses Jahres gut überstanden“, fügt sie hinzu.

 Auch ganz traditionell geschmückte Bäume werden bei der Ausstellung im Senftenberger Schloss gezeigt.
Auch ganz traditionell geschmückte Bäume werden bei der Ausstellung im Senftenberger Schloss gezeigt. FOTO: lr / LR

Ein Tipp, wie man die Qualität und somit die Lebensdauer des Weihnachtsbaumes erkennen kann, hat die Inhaberin des Gartenbaubetriebes ebenfalls parat: „Der Baum darf - gemessen an seiner Größe - nicht zu leicht sein. Ansonsten ist er auch zu trocken und die Nadeln fallen schon nach wenigen Tagen ab.“ In der Wohnung sollte Heizungsnähe vermieden und ein Christbaumständer mit einer Möglichkeit zur Wasserbefüllung verwendet werden. So kann auch eine Nordmanntanne durchaus in der Wohnung acht Wochen alt werden. Übrigens des Deutschen zweitliebster Weihnachtsbaum ist die Blaufichte. Und wer es preiswert mag, der greift zur heimischen Kiefer.

Was das Schmücken betrifft, bieten die aktuellen Trends so einiges. Ganz klar dreht sich in diesem Jahr alles um klare Formen. Kugeln, Rechtecke und Prismen geben den Ton an. Sterne und Weihnachtsfiguren sind weniger detailreich und verschnörkelt. Stattdessen wird auf Einfachheit gesetzt.

Die Oberflächen fühlen sich mal rau und mal glatt an, je nachdem, was für ein Material verwendet wurde. Strukturierte Oberflächen sind beispielsweise auf Holz und Wolle zu finden. Glas und Metall begeistern mit glatten, makellosen Oberflächen. Beliebte Weihnachtstrends sind auch Eulenfiguren aus Holz und Weihnachtskugeln, die mit exotischen Pflanzen verziert worden sind.

Wer auf selbst gemachte Deko setzen möchte, liegt in diesem Jahr ebenfalls im Trend. Selbst gebastelte Papiersterne, getrocknete Orangenscheiben oder leckere Lebkuchen können als Schmuck an den Weihnachtsbaum gehängt werden.

In Sachen Weihnachtsbeleuchtung liegen LED-Leuchtmittel ganz weit vorn. Das ist auch nicht verwunderlich, denn diese sind besonders energiesparend. Sie eignen sich für die Beleuchtung des Hauses und des Weihnachtsbaums. Angesagt sind in diesem Jahr LED-Kerzen. Neben dem besonderen Effekt der Gemütlichkeit haben sie auch den Vorteil, dass sie gegenüber Wachskerzen nicht runterbrennen und somit natürlich auch zu 100 Prozent sicher sind.

Trotz aller Modetrends und Empfehlungen bleibt das Weihnachtsfest ein Familienfest und man sollte sich diese Tage so einrichten, wie man sich mit seinen Lieben so richtig wohlfühlt und das Fest des Friedens auf Erden genießt.