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Die Lausitz schmackhaft gemacht

„Die Lausitz schmeckt“ , behauptet Sebastian Klotsche. Als Projektkoordinator des Sächsischen Kuratoriums Ländlicher Raum ist es seine Aufgabe, Kontakte zwischen heimischen Erzeugern und Kunden zu schaffen. „Logisch, dass ich die Produkte da auch kennen muss“ , erzählt er schmunzelnd. Das Kosten gehört also zum Job. Von Kathleen Weser

Frische Kartoffeln von der MKH Agrar-Produkte GmbH Wittichenau, Pilze von der Integra Lausitz GmbH in Kühnicht, Säfte aus der Kelterei Kühne im Haselbachtal und Leinöl aus der Mühle der Lausitzer Fritz Schkommodau KG Hoyerswerda - bei Frischeprodukten aus Ostsachsen fallen Sebastian Klotsche spontan ganz viele Gaumenfreuden ein. „Sehr gute Produkte“ , sagt er. „Unser Anliegen ist es, die regionale Wertschöpfung anzukurbeln“ , erklärt der Projektkoordinator. Das heiße: Lausitzer Erzeugnisse sollen in der Region besser vermarktet werden. „Denn kurze Wege vom Hersteller zum Verbraucher garantieren Frische und stärken die heimische Landwirtschaft“ , so Klotsche.
Liefer- und Geschäftsbeziehungen zwischen regionalen Erzeugern, Verarbeitern und Großverbrauchern in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung seien angesprochen, sich auf der ersten ostsächsischen Produkt- und Kooperationsbörse zu treffen. „Gaststätten und Betriebsküchen sollen ihre Bedürfnisse und Ansprüche an die bäuerlichen Produkte direkt mit dem Hersteller besprechen können“ , nennt Sebastian Klotsche das Anliegen. Die Landwirte und Verarbeiter von Lebens- und Genussmitteln präsentieren ihre Erzeugnisse an mehr als zehn Ständen. „Hier besteht auch die Möglichkeit zum Verkosten“ , betont der Projektkoordinator.
Die MKH Agrar-Produkte GmbH Wittichenau setzt auf die Direktvermarktung ihrer Produkte. „Wir sind bei der Produktmesse dabei“ , bestätigt Junior-Chef Tobias Kockert der RUNDSCHAU. Auf 20 Hektar Fläche baue der bäuerliche Betrieb Kartoffeln an. Frisch vom Feld würden sie an den Endkunden gebracht. „Wir vermarkten die Kartoffeln alle auf direktem Weg - vom Feld an den Kunden“ , erläutert Tobias Kockert. Die Knollen in den Großmärkten seien alle gewaschen und bereits durch viele Hände gegangen, ehe sie im Einkaufswagen landen würden, sagt der Landwirt. Die Erdäpfel aus seinem Betrieb kommen frisch aus der Erde aufs Kartoffelauto und werden direkt verkauft, erklärt Tobias Kockert den Unterschied. Und der zeige sich in der Qualität, ist er sich sicher. Zwischen Schwarze Pumpe, Leippe-Torno und Laußnitz liege das klassische Direkt-Absatzgebiet des Wittichenauer Unternehmens. Auch Gaststätten seien Abnehmer. An weiteren Großkunden in der Lausitz sei der Betrieb aber natürlich interessiert. „Wir bringen umweltgerecht produzierte Spitzen-Erzeugnisse auf den Markt“ , sagt Tobias Kockert stolz. Das wolle das Unternehmen auch während der Produkt- und Kooperationsbörse im Kloster Panschwitz-Kuckau zeigen. Dass die Lausitz schmeckt, ist für Kockert gar keine Frage. Das ist sein täglich Brot.

Zum Thema Kontaktbörse
  Die erste ostsächsische Produkt- und Kontaktbörse findet am 6. November im Ernährungs- und Kräuterzentrum Panschwitz-Kuckau statt, teilt der Sprecher des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum, Dirk Raffe, mit. Neben dem Verein sind demnach auch die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft und das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen Mitveranstalter. Da die Fachteilnehmerzahl begrenzt sei, sollten sich Interessenten bis zum 31. Oktober per Fax (035796 97116) oder per Mail (klotsche@slk-miltitz.de) anmelden, erklärt Dirk Raffe.

www.lausitz-schmeckt.de