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| 17:25 Uhr

Bergamt ordnet Sanierung an
Die Insel im Senftenberger See wird jetzt gesichert

Blick auf die Insel im Senftenberger See. Sie ist 550 Hektar groß. Fünf Hektar sind in der Niemtscher Bucht versunken.Dort wird jetzt saniert, damit weitere Rutschungen ausgeschlossen werden können.
Blick auf die Insel im Senftenberger See. Sie ist 550 Hektar groß. Fünf Hektar sind in der Niemtscher Bucht versunken.Dort wird jetzt saniert, damit weitere Rutschungen ausgeschlossen werden können. FOTO: LMBV/Peter Radke
Die Insel des Senftenberger Sees wird in den Wintermonaten gegen weitere Rutschungen gesichert. Das hat das Landesbergamt in Cottbus jetzt angeordnet. Von Kathleen Weser

Ein Großeinsatz der Lausitzer Bergbausanierer startet am Senftenberger See. Etwa 180 000 Kubikmeter Seeboden an der Insel werden umgelagert, „um zusätzliche Potenzialflächen“ für weitere Abbrüche zu beseitigen. Das sagt Hans-Georg Thiem, der Präsident der Behörde.

Mitte September waren plötzlich etwa fünf Hektar Land auf der Insel-Seite der Niemtscher Bucht in dem Wasserspeicher versunken. Die bewusst vor 50 Jahren unsaniert gelassene Innenkippe des Tagebaus Niemtsch war instabil geworden, als der Wasserspiegel des Senftenberger Sees dem Hitzesommer und Monaten ohne nennenswerte Niederschläge auf einen Tiefstand abgesenkt worden war.

Zwar ist dem See aus den Nachbargewässern über den Geierswalder See schnell Wasser zugeführt worden. Das Nass reicht jedoch noch nicht, um das Defizit soweit aufzufüllen, dass die Stabilität der Insel wieder hergestellt werden konnte. Nunmehr ist das Reservoir der Bergbaufolgegewässer der Lausitzer Seenkette erschöpft. Mehr als zwei Millionen Kubikmeter Wasser sind in den vergangenen vier Wochen in den Senftenberger See geleitet worden. Der Partwitzer und der Geierswalder See haben damit satte 17 Zentimeter Wasserhöhe verloren. Auch in den Nachbarseen kann der Wasserspiegel jetzt nicht mehr weiter abgesenkt werden, ohne hier die Standsicherheit der neuen Ufer zu gefährden.

Der Senftenberger See muss den Experten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zufolge dauerhaft einen Wasserstand von 98,3 Meter über Normalnull (NHN) haben, damit die Insel rutschgungssicher ist. Derzeit fehlen noch 15 Zentimeter bis zu dieser Zielmarke. Da kein Tropfen Wasser mehr aus den Nachbarseen verfügbar ist, bleibt das Speicherbecken Niemtsch einschließlich aller Uferbereiche weiter gesperrt.

Die Bergbausanierer sind am Freitag vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) beauftragt worden, Bäume und Treibgut der Rutschung zu beseitigen und die angeordneten Bodenmassen von der Insel abzutragen.