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Die Gemeinde Schipkau kommt in allen Ortsteilen ein gutes Stück weiter voran

Die Sanierung des Kinderheims in Drochow ist abgeschlossen. Etwa 650 000 Euro investierte die Arbeiterwohlfahrt als Träger.
Die Sanierung des Kinderheims in Drochow ist abgeschlossen. Etwa 650 000 Euro investierte die Arbeiterwohlfahrt als Träger. FOTO: str1
Das Jahr ist zu Ende. Zeit für einen Rück- und Ausblick. Heute mit Klaus Prietzel (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Schipkau.

Welches Ereignis und Ergebnis des Jahres 2016 ist für die Gemeinde das wichtigste gewesen?
Es gibt in allen Ortsteilen gute Gründe zur Zufriedenheit. In Annahütte gehört uns nun der komplette See, am dritten Pflegeheim wurde der Richtkranz aufgezogen und auch beim Dauerproblem alter Bahnhof gibt es nun eine Lösung. In Drochow freuen wir uns über das sanierte Kinderheim, in Hörlitz über den Baufortschritt am Kulturhaus, in Klettwitz ist die Feldstraße wieder flott. In Meuro haben wir ins Haus der Vereine investiert, in Schipkau gibt es eine Lösung für die Fernwärmeversorgung.

Was war für Sie persönlich die größte Herausforderung und schönste Begegnung des beendeten Jahres?
Die größte Herausforderung und zugleich auch der erfreulichste Moment war, dass es zum vierten Mal in Folge gelungen ist, einen ausgeglichenen Haushalt für das Folgejahr zu erstellen. Dies gelang uns trotz finanzieller Einschnitte und zu erwartender Mehrkosten. Für die Bürger heißt dies: Auch 2017 bleiben Steuern und Abgaben unverändert niedrig, manch freiwillige Aufgabe ist weiterhin möglich.

Was hat Sie geärgert, konnte nicht planmäßig umgesetzt werden?
Traurig sind wir über die Entwicklung rund um das beliebte frühere Landhotel Meuro. Trotz guter Auslastung entschied der ausländische Eigentümer, das Haus zu schließen. Unsere Versuche, eine Anschlusslösung hinzubekommen, scheiterten leider. Wenig glücklich bin ich auch über das rigerose Vorgehen der Landesregierung bei der Kreisgebietsreform.

Vor welcher größten Herausforderung steht die Gemeinde im nächsten Jahr?
In dieser Hinsicht blicke ich in erster Linie nach Hörlitz, wo im nächsten Jahr in gleich vier Straßen gebaut werden soll. Gemeinsam mit dem Wasserverband Lausitz werden wir die technische Infrastruktur und die maroden Straßen abschnittsweise erneuern. Dies wird auch rein logistisch eine Herausforderung, aber wir sind zuversichtlich, diese zu meistern.

Was wünschen Sie sich für die Gemeinde am meisten für das nächste Jahr?
Das wichtigste sind natürlich unsere Einwohner, und da hoffe ich, dass unsere Einwohnerzahl weiterhin stabil bleibt. Entgegen aller düsteren Prognosen sank die Zahl im Jahr 2016 nur um 20 Personen. Wenn ich auf den Geburtenrekord, Bauanträge und Arbeitsmarkt schaue, so können wir auch hier zuversichtlich sein.

Es fragte Kathleen Weser.