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| 01:13 Uhr

Die Fachhochschule zeigt Profil

Mit hochkarätigen Vorträgen und Veranstaltungen gestaltet die Fachhochschule Lausitz in Senftenberg und Cottbus die bis Freitag stattfindenden Wissenschaftstage. Diese werden zum fünften Mal organisiert und bieten eine Plattform des Austausches für Professoren und Mitarbeiter der Hochschule, Kooperationspartner und Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Vorträge spiegeln das Profil der Fachhochschule in Lehre und Forschung wider und unterstreichen die regionale, überregionale wie internationale Ausrichtung der Fachhochschule, so die Präsidentin Brigitte Klotz, die die Wissenschaftstage von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnen sieht. Von Annette Siemer

Die Verzahnung von Lehre, Forschung und Wirtschaft wird immer wichtiger. Deshalb forderte der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns die Hochschule auf, sich proaktiv in die bestehenden Netzwerke einzubringen, die Profilierung in Richtung Biotechnologie und Kunststoffe voranzutreiben und verstärkt auch private Finanzierungsquellen zu erschließen. Statt nur auf große Unternehmen wie Vattenfall oder die BASF zu setzen, was sicherlich werbewirksam sei, sollten sich die Hochschulen verstärkt um die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen bemühen. Obwohl die Fachhochschule dies bereits tut, sieht Präsidentin Brigitte Klotz hier noch Defizite. „Wir müssen die Unternehmen mehr in die Lage versetzen, damit sie gemeinsam mit den Hochschulen Forschungskompetenzen entwickeln können“ , so die Präsidentin gegenüber der RUNDSCHAU. Dies müsse dann auch bei der Wirtschaftsförderung berücksichtigt werden. An die Adresse der Unternehmer gerichtet, fordert Brigitte Klotz mehr Mut, auf die Hochschule in vitaler Weise zuzugehen. Nur so könne der Brückenschlag zwischen FH und Unternehmen gelingen. Was sei innovativer, als wenn Firmen gute Absolventen ins Unternehmen holen und diese dann den Kontakt zur Hochschule halten?, gibt Brigitte Klotz zu bedenken.
Unternehmen und Hochschule seien diejenigen in der Region, die ihren Beitrag leisten könnten, junge Menschen in der Region zu halten. Die Politik schaffe dafür die Rahmenbedingungen.
Auch heute gibt es weitere Vorträge in den verschiedenen Fachbereichen mit Gastbeiträgen in- und ausländischer Wissenschaftler. Zu den Referenten gehören auch Dr. Maurice Chayet, vom Institut Polytechnique Saint-Louis sowie Vertreter des Sprachenzentrums der Jagiellonen Universität Krakau, der Universität Zielona Gora, der Hochschule für Informatik in Gorzów sowie der Fachhochschule Gorzów.
Dr. Horst Zuse von der TU Berlin beispielsweise spricht heute über „Das wahre Leben Einsteins“ . Wem die Relativitätstheorie bislang zu hoch war, verspricht Prof. Jochen Göpfert, zuständig für das inhaltlich anspruchsvolle Programm, der habe nach dem Vortrag garantiert alles verstanden (heute, 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr im Medienzentrum).
Aufschlussreich dürften auch die Ausführungen von Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, zum Thema „Wohlstandssicherung bei alternder und schrumpfender Bevölkerung“ , sein (15 Uhr). Dass die Wissenschaftstage keine ausschließlich akademische Veranstaltung sind, zeigt die Tagung im Fachbereich Sozialwesen in Cottbus. Hier kommt das Gesamtnetzwerk Sozialer Arbeit zum Thema „Haftvermeidung durch soziale Integration“ - ein Modellprojekt des Landes Brandenburg.