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Die Bibel ist (nicht) Gottes Wort

Wer die Bibel nicht nur oberflächlich liest, wird entdecken können, dass da einige Sachen nicht zusammen passen. Da stehen bei vier verschiedenen Evangelien die Geschichten an unterschiedlicher Stelle.

Der Wortlaut ist zum Teil völlig anders und die geographischen und zeitlichen Abfolgen passen irgendwie nicht.

Nicht zu vergessen, die immer währende Frage: Wie kann ein liebender Gott die Tötung von Menschen veranlassen?

Schnell sind wir dabei zu erklären, dass dies alles nur aufgeschriebene Glaubenserfahrungen von Menschen sind, die natürlich sehr fehlerhaft sein müssen, weil der Mensch an sich ja fehlerhaft ist. Aber dann kann man natürlich auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Bibel nicht Gottes Wort ist und dass es Gott womöglich gar nicht gibt.

Sicher, wenn wir historische und wissenschaftliche Maßstäbe an die Bibel anlegen, kann man die Bibel schnell aburteilen.

Die Bibel ist aber kein Wissenschaftsbuch, sondern ein Glaubensbuch. Deswegen gilt eben auch das: Wer die Bibel nicht nur oberflächlich liest, wird entdecken können: Hier spricht Gott zu mir. Auch durch die fehlerhafte Niederschrift der Menschen, die die Worte Gottes gesammelt haben. Leider ist das Wissen von und über die Bibel sehr oft lückenhaft und oberflächlich, und viele, mit denen ich rede, und die die Bibel für unglaubwürdig halten, zeigen nur ein Halbwissen über das, was sie gerade beurteilt haben.

Daher kann ich jedem, der es genau wissen will, was nun stimmt oder nicht, nur eines raten: Etwas, was in der evangelischen Jugend in den letzten Jahren mit vielen Projekten und Materialien gefördert wird. Lies die Bibel! Denn nur wer selber überprüft, wird erkennen: Dort ist ein unendlicher Schatz verborgen.

Wer diesen Schatz aushebt, wird erkennen: Gott spricht mit mir persönlich.

Es ist Gottes Wort an mich.

* Cord Heinemann ist Regionaljugendwart für die Region Senftenberg