Lauchhammer. Die Jungstörche sind ausgeflogen - 37 an der Zahl, sagt Werner Blaschke. "Das entspricht einem Durchschnitt von 2,46 Jungen pro Horst", erklärt der Experte vom Regionalverband Senftenberg des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu). Zwei Junge sind für den Erhalt der Population notwendig. Die Storchenpaare sind deutlich fleißiger gewesen mit dem Nachwuchs. "Zu dem guten Ergebnis haben wesentlich zwei Vierer-Bruten in Jannowitz und Peickwitz sowie vier Dreier-Bruten beigetragen", erläutert der langjährige Storchenbetreuer.

Nur wenige Verluste seien während der Brut unter den Nestjungen zu verzeichnen gewesen. "Das weist auf die gute Futtersituation in diesem Jahr für Adebar hin", stellt Werner Blaschke fest.

Erste Voraussetzung für das erfolgreiche Storchenjahr war die rechtzeitige Ankunft der Großvögel aus dem Winterquartier in Afrika. "Alle Brutpaare sind bis zum 22. April da gewesen", sagt der Naturschützer.

Zwei Storchenjunge sind flügellahm auf die Wildtierpflegestation des Redderner Revierförsters eingeliefert worden. "Der Storch aus Biehlen ist gesund gepflegt worden und konnte sich mit seinen Artgenossen auf den Weg nach Afrika aufmachen", bestätigt Werner Blaschke. Der Patient aus Schwarzbach wird gepflegt, der Ausgang sei noch ungewiss.

In diesem Sommer sind vier beringte Altstörche im Kreissüden registriert worden. Der Lindenauer Brutstorch, der vor sechs Jahren im sächsischen Gröden geschlüpft war und einen Kennring erhalten hatte, brütet demnach seit dem vergangenen Jahr in dem Dorf bei Ortrand. Das Tier war im Jahr 2009 schon einmal auf dem Herbstzug in Polen nachgewiesen worden. Werner Blaschke hofft nun darauf, dass alle Adebare gut im Winterquartier ankommen und im nächsten Frühjahr auch zurückkehren.