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Rückkehrer-Tage in Schwarzheide
Die alte Heimat lockt mit besten Zukunfts-Chancen

Laura Rischke hat in ihrer Heimat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Als Reittherapeutin ist sie seit diesem Jahr auf dem Familiencampus in Klettwitz tätig. Wallach Ilano ist eines von sieben Pferden für das therapeutische Reiten.
Laura Rischke hat in ihrer Heimat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Als Reittherapeutin ist sie seit diesem Jahr auf dem Familiencampus in Klettwitz tätig. Wallach Ilano ist eines von sieben Pferden für das therapeutische Reiten. FOTO: Peter Aswendt / Wachstumskern Westlausitz
Senftenberg. Auch 2017 gibt es nach den Feiertagen wichtige Infos für potenzielle Rückkehrer. Laura Rischke hat sich schon entschieden: für die Rückkehr nach Lauchhammer.

Die weihnachtlichen Feiertage und der Jahreswechsel sind für viele Menschen, die einst für Ausbildung und Beruf ihre Heimat verlassen haben, ein Grund, um die Familie oder Freunde am ehemaligen Zuhause zu besuchen. Viele stellen fest, dass sich die Heimat zum Positiven verändert hat und denken über eine Rückkehr nach. Auch in diesem Jahr bietet der Regionale Wachstumskern Westlausitz (RWK) deshalb mit den Rückkehrertagen eine Möglichkeit an, sich über das breite Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten und über das gesellschaftliche Leben in der Region zu informieren.

An zwei Tagen präsentieren sich knapp 50 Unternehmen, inklusive der Arbeitsagentur und der Kommunen des RWK an zwei Standorten den interessierten Besuchern. Im Kulturhaus der BASF Schwarzheide werden am 27. Dezember von 10 bis 14 Uhr knapp 30 Aussteller präsent sein: „Wir als Arbeitsagentur werden alleine an diesem Tag über 700 Jobangebote offerieren“, gibt Heike Kuhl, Teamleiterin Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Auskunft. Gleichzeitig verweist sie auch darauf, dass über 5500 Arbeitsstellen im gesamten Agenturbezirk Cottbus auf eine Besetzung warten. Tags darauf, am 28. Dezember, stellen sich von 10 bis 15 Uhr circa 20 Firmen im Atrium in Finsterwalde vor.

Für Heike Kuhl, die die interessierten Firmen koordiniert, ist die angewachsene Zahl der Aussteller ein positives Zeichen: „Wir können einen deutlichen Ausstellerzuwachs in diesem Jahr verzeichnen, das deutet auf eine gute Wirtschaftslage in unserer Region hin“, zeigt sich die Teamleiterin der Arbeitsagentur zufrieden.

Dass sich zwischen Gänsebraten und Silvestersekt ein Besuch bei den Rückkehrertagen 2017 lohnt,da ist sich Rückkehrerin Laura Rischke aus Lauchhammer ganz sicher: „Ich war zwar für mein Studium nicht so weit weg, aber den Blick auf meine Heimat habe ich nicht verloren“, gesteht die 21-Jährige. Die Masterabsolventin im Sozialwesen hat während ihrer Studienzeit in Cottbus und Berlin das ländliche Flair ihrer Heimat vermisst: „Seit 16 Jahren betreibe ich schon Reitsport“, sagt sie lächelnd. Als sich´dann die Chance einer Tätigkeit als Sozialarbeiterin und Reittherapeutin auf dem Familliencampus in Klettwitz bot, war die Rückkehr in ihre Heimat besiegelt. „Eigentlich hatte ich schon während meiner Abschlussarbeit Kontakt zum Familiencampus, da ich praktische Erfahrungen in meine Masterarbeit mit einfließen lassen wollte“, gesteht die Sozialarbeiterin. Dass daraus gleich eine feste Anstellung wurde, war für sie umso schöner: „Ich bin sehr glücklich,meine Familie und Freunde in meiner Nähe zu haben“, strahlt die junge Reittherapeutin, die jetzt für sieben Pferde verantwortlich ist und für Kitas, Schulklassen und Firmen das therapeutische Reiten organisiert.

Einen Besuch der diesjährigen Rückkehrertage kann sie einstigen „Auswanderern“ wärmstens empfehlen: „Ein Blick auf die Möglichkeiten in der Heimat lohnt sich immer. Zuhause fühlt man sich doch am wohlsten“, so das Resümee der Lauchhammeranerin.

(cw)