Gestern wurden sie herzlich von ebenfalls elf deutschen Jugendlichen sowie Organisatoren, Unterstützern und Sponsoren im Möbelzentrum empfangen.

"Seit sieben Jahren gibt es den Jugendaustausch in dieser Intensität zwischen Großräschen und Trzebiatow", sagt der Freienhufener Pfarrer Hans-Udo Vogler. Er hatte einst die Treffen zwischen den deutschen und polnischen Jugendlichen ins Leben gerufen. Seit zwei Jahren hält die Großräschener Sozialarbeiterin Kathrin Kählke die organisatorischen Fäden in der Hand. "Wir waren im Juni schon in Polen. Jetzt erfolgt der Gegenbesuch unserer Gastgeber", klärt sie auf. Ziel des Jugendaustausches sei, dass durch den Kontakt Freundschaften zwischen den beiden Nationen entstehen und Vorurteile abgebaut werden.

Die Großräschener Schülerin Bianca Dobrzynski (19) ist zum vierten Mal bei dem Treffen dabei. "Es sind immer ganz tolle menschliche Begegnungen. Aber ich gebe zu, dass ich meine Vorurteile hatte, bevor ich die polnischen Schüler kennengelernt habe." Ebenfalls "Stammgast" der Austauschtreffen ist die 18-jährige Alexandra Werner aus Wormlage. "Ich habe auch schon etwas Polnisch gelernt und freue mich immer wieder, die Leute aus Trzebiatow zu treffen", sagt sie. Die polnischen Schülerinnen Dorota Pietrzak und Katarzyna Wotoszyn (beide 18) kommen vor allem gern nach Großräschen, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern: "Seit acht Jahren lernen wir die Sprache. Der Kontakt hilft, unsere Deutschkenntnisse zu verbessern", erklären die beiden.

Auf jeden Fall scheint sich mit dem grenzüberschreitenden Jugendaustausch die Intention von Pfarrer Hans-Udo Vogler zu verwirklichen: "Wie es sich auch widerspiegelt - es ist praktizierte Vergebung zwischen Deutschen und Polen."