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Der Trinkwasserkeim ist im Senftenberger Netz abgetötet

Senftenberg. Das Trinkwasser im Senftenberger Netz des Wasserverbandes Lausitz (WAL) ist wieder frei von coliformen Keimen. Nur in einer der jüngsten Proben, die in einer der Kindertagesstätten entnommen worden ist, hat das Labor am Montag dieser Woche noch eine geringe Belastung nachgewiesen. Kathleen Weser

Das teilt Dr. Roland Socher, der Vorsteher des heimischen Wasserversorgers, mit. "Die Desinfektion wird noch bis in die nächste Woche fortgesetzt, um das Rückverkeimen mit größter Sicherheit auszuschließen", erklärt er. Eingesetzt wird dafür statt des allgemein gebräuchlichen Chlorgases das vergleichsweise teurere, aber hoch wirksame Chlordioxid. "Damit werden weniger unerwünschte Nebenprodukte gebildet", erläutert er weiter. Und so ist das Desinfizieren weder am Geruch noch am Geschmack des Trinkwassers zu bemerken.

Die nächsten Proben werden heute genommen. Nach Vorlage der Laborergebnisse entscheidet das Gesundheitsamt zum Beginn nächster Woche, ob das Abkochgebot des Trinkwassers für die Kindertagesstätten aufgehoben wird.

Sicher ist: Der Umweltkeim muss bei Bauarbeiten in das Netz eingetragen worden sein. Er kam nicht aus dem Wasserwerk Tettau. Denn betroffen war und ist ausschließlich Senftenberg.