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Der Traum vom Fliegen wird in Schwarzheide wahr

Traumfliegen beim Aeroclub Schwarzheide: Hier sitzen Markus Jahn (19) aus Grünewalde und Pilot Uwe Sauer in einem Reisemotorsegler.
Traumfliegen beim Aeroclub Schwarzheide: Hier sitzen Markus Jahn (19) aus Grünewalde und Pilot Uwe Sauer in einem Reisemotorsegler. FOTO: sam1
Schwarzheide. Der Aeroclub hob am Wochenende mit Körperbehinderten und sozialschwachen Menschen ab. Das war der Beitrag des Vereins im Festjahr. sam1

Einmal den Traum vom Fliegen erleben - das können nicht alle Menschen. Im Rahmen des Festjahres "50 Jahre Stadtrecht Schwarzheide" wurde dies für Manchen aber nun doch möglich. Der Aeroclub Schwarzheide bot am Wochenende ein sogenanntes Traumfliegen.an und machte damit körperlich benachteiligte und sozial schwache Menschen glücklich.

"Diese Aktion ist unser Beitrag im Festjahr der Stadt", sagte Dietmar Kunitz vom Aeroclub Schwarzheide. Ein eigenes Flugplatzfest wäre für den Verein zu aufwendig und der Erfolg zu gering gewesen. Deshalb habe man sich entschieden, Menschen, denen das Fliegen sonst nicht vergönnt ist, zum Flug einzuladen.

An zwei Tagen herrschte auf dem Flugplatz zwischen Schwarzheide und Schipkau Hochbetrieb. Mit drei viersitzigen Flugzeugen, einem Ultraleicht-, einem Motorsegler sowie zwei doppelsitzigen Segelflugzeugen gingen die Teilnehmer aus der Region in die Luft. Der Verein arbeitete dabei mit der Integrationswerkstatt, der Behindertenschule "Hand in Hand" sowie mit den Städten Schwarzheide und Lauchhammer zusammen. "Dank unserer 19 Sponsoren können wir am Samstag insgesamt 50 und am Sonntag 30 Flugtickets für den ausgesuchten Teilnehmerkreis anbieten. Nicht alle Besucher wollten in die Luft. Sie erlebten aber bei uns einen tollen Tag mit vielen Vorführungen wie zum Beispiel der der Fallschirmspringer", erklärte der Ausbildungsleiter für Segelflug weiter. Rund 20 Minuten dauerten die einzelnen Flüge über der Region. Kaum landete eine Maschine, ging sie nach kurzer Pause mit einem neuen Passagier in die Luft.

"Das war super schön. Ich bin zum ersten Mal geflogen und hatte überhaupt keine Angst. Wir sind über Lauchhammer und dem Lausitzring geflogen", verriet Marcus Schneider aus Senftenberg nach der Landung ganz beeindruckt. Über seinen Heimatort Hermsdorf bei Ruhland möchte Richard Weber fliegen. "Den Wunsch erfüllen wir ihm natürlich", sagte sein Pilot Jörg Riska, der das Sportflugzeug vom Typ C 42 steuerte. Etwas mulmig war dem 19-Jährigen schon, da er zum ersten Mal in ein Flugzeug einstieg.

Wenn sich im kommenden Jahr wieder Sponsoren finden, könnte das Traumfliegen wiederholt werden, so Dietmar Kunitz.