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Der „Rüpel-Storch“ von Dollenchen

Der Storch, der an der Kreisgrenze zwischen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz überwintert, hat nicht zum ersten Mal den Abflug in den Süden verpasst. Der bisher milde Winter hat ihm sichtlich gut getan. Er hat sich selbst versorgen können. „Wenn der Nachbar seine Enten und Hühner füttert, steht er am Zaun und schaut zu, aber er will nicht mitfressen“, berichtet Gisela Daniel aus Dollenchen. Foto: Dietmar Seidel/dse
Der Storch, der an der Kreisgrenze zwischen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz überwintert, hat nicht zum ersten Mal den Abflug in den Süden verpasst. Der bisher milde Winter hat ihm sichtlich gut getan. Er hat sich selbst versorgen können. „Wenn der Nachbar seine Enten und Hühner füttert, steht er am Zaun und schaut zu, aber er will nicht mitfressen“, berichtet Gisela Daniel aus Dollenchen. Foto: Dietmar Seidel/dse FOTO: Dietmar Seidel/dse
Dollenchen. Ein Einzelgänger lenkt zwischen Dollenchen und Wormlage die Aufmerksamkeit auf sich. Die Einwohner beobachten den Storch, der bei ihnen überwintert. leh

Er ist ein alter Bekannter, da er bereits vor dem vergangenen Winter den Abflug verpasste – und weil er Artgenossen tyrannisiert. Der Vogel hat einen Haltungsschaden am linken Flügel“, erklärt Storchenbetreuer Adolf Weber. Er kann von unangenehmen Situationen und Verhaltensauffälligkeiten dieses Storches erzählen. Ob sie dem fehlenden „Kuraufenthalt im Süden“ zuzuschreiben sind, da will er sich nicht festlegen. „Sowohl die Brut in Brenitz, wo er im vorigen Jahr überwintert hatte, als auch die in Fischwasser hat er gestört“, berichtet Weber. Danach blieb der „Rüpel“ mit einem Brutstorch eine Weile in friedlicher Koexistenz im Nest.

In Dollenchen habe der Einzelgänger im Sommer gleichfalls das Storchenmännchen vertrieben, um dann allein im Nest zu bleiben. Bis heute ist es ihm eine sichere Schlafstatt.