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Der Findlingspark blüht für seine Gäste auf

Blühende Winterheide
Blühende Winterheide FOTO: Regine Weiß
Nochten. Das frühlingshafte Wetter macht es möglich: Der Lausitzer Findlingspark Nochten eröffnet in diesem Jahr eine Woche eher als geplant. Bereits ab dem morgigen Samstag sind die Besucher aus nah und fern eingeladen. Regina Weiß

"Sieht das nicht toll aus", kommt Hans Ulbrich ins Schwärmen. Dabei zeigt er bei einem Rundgang am Mittwoch auf ein lilafarbenes Feld mit Wildalpenveilchen im Findlingspark Nochten (Kreis Görlitz). Diese blühen bei dem frühlingshaften Winter besonders schön. "Ich glaube, nördlich der Alpen gibt es nicht noch einmal eine solch große zusammenhängende Fläche", so der Geschäftsführer. Fast zehn Jahre habe man "experimentiert". Erst die Buchenerde aus dem Muskauer Park war das Richtige für die Alpenveilchen. Die Tausenden Pflanzen danken es nun mit ihren Blüten.

Unweit davon sind es sonnengelbe Kleckse, die sich auf den Wiesen verteilen. Die Krokusse wollen sich nicht verstecken, ebenso die Winterlinge, Lederblümchen und die Zaubernuss nicht. Da kann die Winterheide in nichts nachstehen. Die Pflanzen, die man nach den Winterschäden 2012 und 2013 ersetzen musste, sind gut angewachsen. "Es blüht auf anderthalb Hektar in allen Farben", so Ulbrich.

Angesichts dieser farbenfrohen Offerte und den Ansagen der Wetterfrösche hat sich das Team des Findlingsparks entschlossen, die Anlage bereits an diesem Samstag zu öffnen. Eigentlicher Saisonstart wäre der 15. März gewesen. Doch nun will man das schöne Wetter ausnutzen. Denn schließlich kommt es auf jeden Gast an.

2013 wurden "nur" 63 000 Besucher gezählt. Damals musste der Saisonstart auch wegen des Wetters verschoben werden. "Was man einmal an Besuchern verpasst hat, holt man nicht mehr auf", weiß Geschäftsführer Klaus Kotzan. Dafür steht nun bald ein besonderes Besucherjubiläum an: Im elften Jahr seines Bestehens erwartet der Findlingspark Nochten seinen millionsten Besucher. "Wir sind nicht mehr soweit davon entfernt", so Ulbrich.

Damit sich die Besucher in der Anlage wohlfühlen, wurde im Winter viel instand gesetzt. 600 Meter Weg erhielten eine neue Decke, die Bänke wurden überarbeitet, Steinis - Souvenirs des Parks - bemalt und es wurde am Veranstaltungskonzept "gebastelt". "Wir freuen uns auf diese Höhepunkte", so Fördervereins-Vorsitzender Ulrich Klinkert. Im vorläufigen Plan findet sich Bekanntes, wie das Frühlingskonzert des Stadtchores Weißwasser am 11. April, die Pflanzenbörsen am 1. Mai und 28. September, das 7. Chor-Singen im Park am 21. September.

Doch es gibt auch Neuigkeiten. So soll am 31. August ein Heidefest aus der Taufe gehoben werden, verkündet Mandy Klau von der Öffentlichkeitsarbeit. Motto ist: Mit allen Sinnen erfahren, was die Heide zu bieten hat. Schließlich ist der Heidegarten ein wichtiger Bestandteil des Findlingsparkes, um den außerdem 20 Hektar Naturheide zu finden sind. Heideverkauf, musikalische Darbietungen der Heideländer Musikanten, Heidschnucken, die Heide in der Kunst und anderes mehr werden an diesem Tag geboten. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich daraus eine Tradition entwickelt", so Ulrich Klinkert. Noch dazu, wo die Idee bei den Mitwirkenden wohl sehr gut ankommt.