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Der Bauplan für Allmosen steht

Allmosen. Ortsdurchfahrt der B 169 wird flott gemacht. Dorf wird für den Durchgangsverkehr unüberwindlich zur Sackgasse. Bürger hoffen mit neuen Schachtdeckeln auf weniger Lärm. Kathleen Weser

Für etwa 1,3 Millionen Euro wird die Bundesstraße 169 in Allmosen jetzt flott gemacht. Mit dem ersten Tag der Sommerferien wird die Ortslage für den Durchgangsverkehr voll gesperrt - für mehrere Wochen. Das hat Torsten Wiemer, der Dezernatsleiter für Straßenbau im Landesbetrieb Straßenwesen, gestern angekündigt. Beginnend am 6. Juni erhalten zuvor die Kreuzungsbereiche der Bundesstraße 169 mit der Verkehrsader in Richtung Spremberg (B 156/Bermudadreieck) und zur B 96 nach Großräschen einen neuen Belag. Die sanierungsbedürftige Fahrbahndecke muss hier etwa zwölf Zentimeter tief abgefräst und dann neu asphaltiert werden. Dies geschieht bei halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung. Und das ist die deutlich kleinere Übung.

In Allmosen stehen die Bauleute vor großen Herausforderungen. Die Fahrbahn der Ortsdurchfahrt ist uneben. Das hat Thomas Berner, der federführende Straßenplaner aus Senftenberg, den Anwohnern gestern Abend in einer Bürgerversammlung vor dem Baustart erklärt. Die Verkehrsader muss praktisch begradigt werden. Deshalb müssen auch Borde und Gerinne aufgenommen werden. Dies wiederum hat zur Folge, auch der Gehweg ist anzupassen - ohne allerdings die Einfahrten zu den Grundstücken mit zu verändern. 40 neue Regenwasserabläufe bekommt die Straße, die derzeit bei starkem Niederschlag oft unter Wasser steht. Am Ortseingang aus Richtung Cottbus muss noch ein alter Teil des Regenwasserkanals mit drei Schächten grundhaft erneuert werden. Die klapprigen Deckel, auch ein Auslöser nervenden Verkehrslärms, werden auf ganzer Länge der Ortsdurchfahrt ausgetauscht. Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) hofft mit Blick auf diese Aktion auf einen ähnlich sinkenden Geräuschpegel wie nach der ähnlich aufgemöbelten Ortsdurchfahrt Freienhufen. Denn die Ortsumfahrung für Allmosen, um die seit Jahren mit harten Bandagen gekämpft wird, lässt noch auf sich warten. Das aufwendige Planungsverfahren wird weiter vorangetrieben, versichert Steffen Kleiner, Planungschef im Landesbetrieb zwar. Aber ein Baustart steht noch in den Sternen.

Zum Thema:
Die B 169 wird zwischen Cottbus und Schwarzheide-Ost jetzt in mehreren Abschnitten bewusst zeitgleich zur Großbaustelle - in Allmosen ohne örtliche Umfahrung des Baubereiches. Die Ortslage wird mit dem ersten Sommerferientag (20. Juli) bis Ende September voll gesperrt.Schon die Häufung der Teilbaustellen auf der Bundesstraße 169 soll den Durchgangsverkehr konsequent auf die großräumige Umleitung über die Autobahn lenken. Eine kleine Umleitung nach Allmosen wird von Cottbus kommend über Lindchen, Leeskow, Woschkow und Großräschen und die B 96 ausgewiesen. Um auf dieser teilweise sehr schmalen Straße den gefahrlosen Begegnungsverkehr zu gewährleisten, müssen Randbereiche aufgeschottert werden. Auf der Strecke wird das Tempo bis auf 30 km/h gedrosselt. Wegen des geringen Kurvenradius in Lindchen ist das Abbiegen von der B 169 auf die kleine Umleitung nur jeweils im Wechsel beider Fahrtrichtungen durch eine Ampelregelung möglich. Hier ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Fahrern, die dies in der Hoffnung auf kürzere Schleichwege ignorieren, bleibt definitiv nur der Weg zurück.