Mitarbeiter des Unternehmens Steimle Bau werden hier im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) tätig. Die Massenentnahmestelle wird rekultiviert. "Die etwa vier Hektar große Fläche ist ab dem Jahr 2007 entstanden, weil hier Bodenmassen zum Verfüllen des früheren Restloches 4 mitten in Annahütte entnommen wurden. Nun werden die kahlen Bereiche gegen weitere Erosion gesichert und anschließend aufgeforstet", erklärt Martin Konzag. Die Rekultivierungsarbeiten stellten damit den Abschluss der millionenteuren Sanierung des komplizierten und extrem problembehafteten Altbergbau-Komplexes Annahütte dar.

Im Bereich des früheren Restloches an der Sallgaster Straße grünen schon seit 2009 kleine Bäume. Die Gemeinde war von Anfang an in das Vorhaben einbezogen. "Die Nutzung der Hochkippe am Bahnhof als Massenentnahmestelle war ein Gebot der Vernunft", erinnert Ortsvorsteher Horst Pawlik. "Damit tausende Lkw mit Füllboden auf kurzem Wege zum Restloch fahren konnten, stimmten wir sogar der mehrmonatigen Sperrung der Bahnhofstraße zu", sagt er.

Mit den aktuellen Arbeiten wird nun auch ein Wirtschaftsweg auf die Hochkippe hinauf erneuert. "Mit einfachen Mitteln soll auch ein Geländesporn als Aussichtspunkt ausgebaut werden", kündigt Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) an. Er freue sich zudem darüber, dass der Bereich seit einem Jahr der Gemeinde gehöre. Mit einer Höhe von rund 170 Metern über dem Meeresspiegel handelt es sich um einen der höchsten Punkte im Land Brandenburg, der es locker mit dem Niederen Fläming aufnehmen kann. "Von hier aus sind selbst die Hochhäuser von Hoyerswerda zu sehen", ergänzt Ortsvorsteher Pawlik. "Wir Annahütter haben eben den Überblick", behauptet er.