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| 16:58 Uhr

Demenz-Zentrum für sechs Millionen Euro

FOTO: Janetzko/lr
Klettwitz/Berlin. Der Familiencampus Klettwitz mit Angeboten rund um das Thema Gesundheit nimmt weiter Fahrt auf. Die nächste Großinvestition ist spruchreif: Auf dem Gelände entsteht eine Spezialeinrichtung zur Betreuung schwerst demenziell erkrankter Menschen, die es so in der Lausitz bisher nicht gibt. Andrea Budich

Die bauplanerischen Vorbereitungen für das Demenz-Zentrum auf dem Campusgelände laufen auf Hochtouren. Die Grundstücksverkäufe stehen kurz vor dem Abschluss, die Bauantragsunterlagen sind komplett vorbereitet. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird über den genauen Baustart entschieden. Geschäftsführer Michael Braukmann vom Regionalverband Mittel-Brandenburg des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) geht davon aus, dass die Bagger spätestens im Frühjahr oder Mitte des kommenden Jahres anrollen.

Mit knapp sechs Millionen Euro ist das neue Demenz-Zentrum die größte Investition auf dem Familiencampus Klettwitz. Entstehen soll ein Bau für 51 schwerst demenziell erkrankte Menschen. Eine ähnliche Pflegeeinrichtung betreibt der ASB bereits in Ludwigsfelde bei Berlin. In der Lausitz gibt es eine solche separate und sehr spezialisierte Einrichtung bisher nicht. Geschäftsführer Braukmann kündigt zudem an, dass der ASB plant, mehr Personal als üblich einzustellen. "Diese Patienten benötigen eine intensivere Betreuung", erklärt er die Notwendigkeit.

Die Investitionsentscheidung für Klettwitz ist aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Klinikum Niederlausitz gefallen. ASB-Geschäftsführer Michael Braukmann spricht von einer "hervorragenden Kooperation", die mit dem Bau fortgesetzt werde. Im ehemaligen Laborgebäude vor dem Neubau (Grafik unten links) wird Ende dieses Jahres ein Campus-Kindergarten eröffnet.

Nach einjähriger Bauzeit soll das Demenz-Zentrum Mitte 2016 eröffnet werden. Um für das Großvorhaben Platz zu schaffen, hat die Gemeinde Schipkau bereits ein Mehrfamilienhaus im Ortsteil Herrnmühle abreißen lassen.