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| 17:50 Uhr

Klettwitzer Kapazitäten stark nachgefragt
Dekra investiert weitere Millionen am Lausitzring

Im Technology Center der Dekra wird nicht nur in das Prüf- und Testzentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren auf dem Lausitzring investiert, sondern auch in eine Erweiterung des Abgaslabors.
Im Technology Center der Dekra wird nicht nur in das Prüf- und Testzentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren auf dem Lausitzring investiert, sondern auch in eine Erweiterung des Abgaslabors. FOTO: LR / Jan Augustin
Klettwitz. Neben dem millionenschweren Aufbau des europaweit größten Testzentrums für automatisiertes und vernetztes Fahren hat die Prüfgesellschaft Dekra jetzt eine nächste große Investition in Klettwitz bekanntgegeben. Von Jan Augustin

Die Prüfgesellschaft Dekra in Klettwitz will ihr Abgaslabor erweitern und dafür viel Geld in die Hand nehmen. Das bestätigt der Chef des Technology Centers auf dem Lausitzring, Volker Noeske. „Wir reagieren auf die große Nachfrage unserer Kunden und haben mit dem Bau zweier zusätzlicher hoch moderner Abgas-Rollenprüfstände begonnen. Damit verdoppeln wir unsere Kapazität“, teilt Noeske mit. Die Dekra plant, dass die neuen Anlagen ab Herbst 2019 zur Verfügung stehen. Schon jetzt seien auch diese zusätzlichen Kapazitäten für mehrere Jahre nachgefragt. Um Platz zu schaffen für die Erweiterung des Abgaslabors, soll die Abteilung „Gesamtfahrzeug“ in einen Neubau auf dem Test-Oval umziehen. Allein für die Erweiterung des Abgaslabors liege die Investitionssumme im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. „Dabei entstehen mehr als zehn neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze am Standort Klettwitz“, sagt Dekra-Leiter Volker Noeske stolz.

Die Mitarbeiterzahl bei der Dekra in Klettwitz steigt stetig an. Als die Prüfgesellschaft vor knapp einem Jahr den Lausitzring gekauft hatte, lag sie noch bei 110. Heute sind es 186. Und es werden mehr. Volker Noeske geht davon aus, dass demnächst die 200er-Marke überschritten wird. Zuletzt sind auch viele Lausitzer in ihre Heimat zurückgekehrt, die noch bis vor Kurzem bundesweit verteilt bei großen Automobilmarken wie Audi und BMW angestellt waren. „Die Leute sind stolz hier zu arbeiten“, betont Noeske.

Neben der jetzt bekannt gewordenen Investition in das Abgaslabor liegt der Hauptfokus der Dekra in Klettwitz aber auf den Ausbau des nach eigenen Angaben größten Prüf- und Testzentrums für automatisiertes und vernetztes Fahren in Europa. Das Finanzvolumen für die erste Ausbaustufe, die Ende 2019 abgeschlossen sein soll, betrage mehr als 30 Millionen Euro. Damit autonome und vernetzte Autos in Echtzeit miteinander kommunizieren können, soll auf dem Lauitzring bald die allerneueste Mobilfunkgeneration Einzug halten. Dazu baut die Prüfgesellschaft als Eigentümer des 540 Hektar großen Areals gemeinsam mit der Telekom ein einzigartiges 5G-Testfeld auf. Geplant ist, das Netz in der ersten Jahreshälfte 2019 für den Testbetrieb freischalten zu können.