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Das Unentschieden hilft keinem weiter

Landesklasse. Das Spiel hat sich nahtlos dem tristen Schmuddelwetter angepasst. Die erste nennenswerte Aktion geschah in der 18. Minute, denn da mussten die Friedersdorfer ihren Stammtorwart durch einen Feldspieler ersetzen. I. Lüdeke

Dieser stellte sich zwei Minuten später recht ungeschickt an, als er im torungefährlichen Raum Markus Riedel von den Beinen holte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcus Winkler sicher.

Allerdings hielt die Führung nicht lange. Fast im Gegenzug gab es einen Freistoß für Friedersdorf in halb linker Position. Seidel zirkelte den Ball um die Mauer herum in Richtung Tor. Den nicht unhaltbar scheinenden Schuss ließ der Großräschener Schlussmann ins Tor gleiten.

Als ob der Patzer nicht schon schwer genug wiegen würde, kam es für den SVG-Torwart wenig später noch dicker. Bei einem Rettungsversuch außerhalb des Strafraumes kam er einen Schritt zu spät und foulte somit den Friedersdorfer Stürmer. Die bittere, aber leider auch konsequente Reaktion des Unparteiischen war die Rote Karte wegen Notbremse. Alexander Hartmann musste als Feldspieler den Platz verlassen, und Enrico Gropp nahm die Position des Torwarts ein.

Ab dieser Situation verflachte das Spiel immer mehr, und mit dem 1:1 ging es in die Kabinen. Wer nun gedacht hatte, in der zweiten Hälfte würde mehr Schwung in die Partie kommen, sah sich weiterhin getäuscht. Bei Großräschen wirkte das Angriffsspiel zu statisch, es fehlten Bewegung und geistige Frische im Erkennen von Spielsituationen. Die Gäste schienen dagegen mit dem einen Punkt zufrieden zu sein, denn trotz numerischer Überlegenheit legte man das Hauptaugenmerk auf die Defensive. So gab es Gefahr lettzendlich nur durch Standards oder Einzelaktionen.

Eine solche führte dann auch in der 53. Minute durch Wagner zum 1:2. Hatte kurz zuvor Enrico Gropp schon eine Großchance für Friedersdorf zunichte gemacht, war er gegen den Distanzschuss machtlos. Aber auch hier dauerte die Freude nur kurze Zeit. Wiederum fast im Gegenzug nutzte Markus Riedel Unstimmigkeiten in der Friedersdorfer Deckung zum postwendenden Ausgleich.

In der Folgezeit verkrampfte dann das Spiel wieder. So mussten sich schließlich die Mannschaften mit dem 2:2-Remis abfinden, was beiden Teams nicht so richtig weiterhilft.