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| 01:24 Uhr

Das Leben ist Veränderung

Dr. Dieter Müller diskutierte bei der Ausstellungseröffnung mit den Künstlerinnen Anette Lehmann Westphal und Ines Schulz über deren Werke.
Dr. Dieter Müller diskutierte bei der Ausstellungseröffnung mit den Künstlerinnen Anette Lehmann Westphal und Ines Schulz über deren Werke. FOTO: Heidi Skorna
„Was bleibt, ist die Veränderung“ , heißt die neue Exposition, die kürzlich im Senftenberger Behörden- und Dienstleistungszentrum eröffnet wurde. Vier junge Cottbuser präsentieren noch bis zum 9. November ihre Werke. „Mit dieser Ausstellung wollen wir Künstlern auf ihrem Weg helfen, damit ihnen die Lausitz auch künftig ein bleibenswertes Zuhause sichert“ , erklärte Vattenfall-Vorstandsbeauftragter Dr. Wilfried Müller während der Eröffnungsveranstaltung in der Knappenstraße 1. Von Heidi Skorna

Die vier „Bildermacher“ aus der vor zwei Jahren gegründeten Kunstfabrik Cottbus eint der besonders interessierte Blick auf Menschen, ihre Umwelt, das Leben als Ganzes und ein fortwährendes Bedürfnis, sich zu entwickeln. „So entstand der Galerietitel - anknüpfend auch an die Vattenfall-Geschäftsphilosophie“ , erklärt Kunstfabrik-Mitbegründerin Ines Schulz in ihrer Laudatio.
Siebdruckerin und Werbegestalterin Diana Dix ist die jüngste Ausstellerin. Ihre Fotos mit Blick auf das Besondere bearbeitet sie am Computer zu Siebdruck-Fotografiken. „Sehr geholfen haben mir dabei das Studium zur Stadt- und Regionalplanerin und meine Kontakte zum Maler Eberhard Krüger aus Komptendorf bei Cottbus. Durch ihn bin ich auch in die Kunstfabrik, die Werkstatt für Kreativberufe, gekommen“ , erzählt sie.

„Das ist es“
Anette Lehmann-Westphal zeigt wunderschöne Aquarelle, inspiriert durch Landschaften in Kroatien, Belgien und Branitz. „Mit 37 änderte sich mein Leben“ , sagt die Ökonomin, Maßschneiderin und Sekretärin, „weil es das nicht war, was ich wollte.“ Im Jahr 1995 entstehen ihre ersten drei Bilder - „für meine neue Wohnung. Da schlug mir das Herz bis in den Kopf, und mir war klar: Das ist es.“
Parallel zum Fernstudium der Malerei und Werbegrafik in Zürich folgten vermehrt Kontakte, Plenair-Beteiligungen und erste Ausstellungen. Vor zwei Jahren schließlich seien die ersten Aufträge gekommen. Leitsprüche der Cottbuserin sind: „Wie man sich einbringt, so wird man gefordert.“ Und: „Wenn ich was mache, dann richtig.“
„Zu Erde, Luft und Feuer für meine Idee brauche ich vielleicht noch ein Blatt, ein paar Stängel Gras vom Wegrand, nicht mehr.“ Der das sagt, ist Vattenfall-Mitarbeiter Bernd Voigt. Wenn er nicht im Kraftwerk Jänschwalde Schichten fährt, ist der Autodidakt mit seiner Kamera unterwegs. Am Computer „malt“ er daraus seine ätherisch anmutenden Infrarotbilder mit ihrem ganz eigenen Reiz. Seine Lausitz-Bilder sind ab dem 27. Oktober auch im Potsdamer Landtag ausgestellt.

Staatsmänner und Cottbuser
Vierter im Bunde ist Benjamin Herzog mit Landschaften und Porträts in Kreide, Kohle, Bleistift oder Öl. Zu sehen sind Otto von Bismarck, Picasso und der umstrittene Anatom und Plastinator Dr. Günther von Hagens. Auch Uli Hobeck aus Cottbus, dem Präsidenten der German Meetings und einst einem der besten DDR-Hindernisläufer, widmete er zu diesem 60. Geburtstag ein Aquarell.
Noch bis zum 9. November kann die Ausstellung „Was bleibt, ist Veränderung“ im Foyer der Knappenstraße 1 in der Kreisstadt besichtigt werden.