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| 16:15 Uhr

Das größte Wasserwerk Brandenburgs steht in Tettau
Statt Sekt mit Wasser angestoßen

 In eine mystische Wasserwelt fühlten sich die Gäste im neuen Erweiterungsbau mit den Aufbereitungsanlagen versetzt. Bei einer stimmungsvollen Licht- und Klanginstallation mit blauem Licht und dem Klang von Wassertropfen konnte das Wasserwerk Tettau mal ganz anders erlebt werden.
In eine mystische Wasserwelt fühlten sich die Gäste im neuen Erweiterungsbau mit den Aufbereitungsanlagen versetzt. Bei einer stimmungsvollen Licht- und Klanginstallation mit blauem Licht und dem Klang von Wassertropfen konnte das Wasserwerk Tettau mal ganz anders erlebt werden. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Tettau. Mit dem am Donnerstag eingeweihten Erweiterungsbau ist das Wasserwerk Tettau das größte im Land Brandenburg. 44 000 Kubikmeter Trinkwasser können am Tag aufbereitet werden. Von Andrea Budich

Sekt oder Selters - diese Frage stellt sich Dr. Roland Socher nicht. Keine Frage, der Chef des Wasserverbandes Lausitz stößt mit seinen Gästen mit Gänsewein an. Auch auf das Gelingen einer Investition im Wert von 7,5 Millionen Euro. Aus 25 Metern Tiefe im Lausitzer Urstromtal zwischen Frauendorf, Lindenau und Ruhland gewonnen, hält es ohnehin jedem Geschmackstest stand. Mittelhart, mit leichter Tendenz zum Weichen - so beschreibt Socher sein Wässerchen, mit dem er seit 40 Jahren auf der Erfolgswelle schwimmt. Dazu kommen ein günstiges Ionenverhältnis, ein harmonischer Mineraliengehalt und wenig Kalk. Herrlich weich und rund im Abgang - Prost.

Einen ziemlich guten Grund zum Anstoßen gab es am Donnerstag anlässlich der Einweihung des Erweiterungsbaus im Wasserwerk Tettau. Mit der Inbetriebnahme des Millionenbaus mit einer Kapazität von 20 000 Kubikmeter pro Tag können künftig in Tettau insgesamt 44 000 Kubikmeter Trinkwasser täglich aufbereitet werden. Mit dieser Wassermenge könnte das Ortrander Bürgerbad 50 Mal am Tag gefüllt werden, rechnete der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Kersten Sickert, vor.

„Damit machen wir die Trinkwasserversorgung von großen Teilen der Lausitz unabhängig vom auslaufenden Braunkohlenbergbau“, erklärt Socher. Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wurden bisher bis zu zwölf Millionen Liter Trinkwasser pro Tag aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe bezogen. Ohne diese zusätzlichen Spritzen hätte der Bedarf der 80 000 Lausitzer Kunden im Turbo-Sommer 2018 nicht gedeckt werden können.

Derzeit allerdings werden Privatverbraucher, Industrie und Gewerbe ausschließlich mit dem in Tettau aufbereiteten Trinkwasser versorgt. Das soll solange so bleiben, bis die Ursache für die erhöhten Epichlorhydrin-Werte im Trinkwasser aus Schwarze Pumpe gefunden wurde. Mit den nunmehr erheblich vergrößerten Aufbereitungskapazitäten in Tettau wird künftig der zusätzliche Wasserbezug aus Schwarze Pumpe nicht mehr erforderlich sein. Sauber ist das im Lausitzer Urstromtal gewonnene Trinkwasser auch dank einer Vereinbarung des WAL mit den produzierenden Agrargenossenschaften. „Die Landwirte düngen auf unseren Wunsch hin zurückhaltender. Wir zahlen dafür einen Ausgleich“, erklärt der Verbandsvorsitzende. Besonders beeindruckt von dem Tettauer Neubau zeigte sich am Donnerstag Unternehmer Norbert Rethmann, der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrates der Rethmann-Gruppe. Denn im neuen Werk konnte der Energieverbrauch für den reinen Wasserwerksbetrieb halbiert werden.

 In eine mystische Wasserwelt fühlten sich die Gäste im neuen Erweiterungsbau mit den Aufbereitungsanlagen versetzt. Bei einer stimmungsvollen Licht- und Klanginstallation mit blauem Licht und dem Klang von Wassertropfen konnte das Wasserwerk Tettau mal ganz anders erlebt werden.
In eine mystische Wasserwelt fühlten sich die Gäste im neuen Erweiterungsbau mit den Aufbereitungsanlagen versetzt. Bei einer stimmungsvollen Licht- und Klanginstallation mit blauem Licht und dem Klang von Wassertropfen konnte das Wasserwerk Tettau mal ganz anders erlebt werden. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE