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| 12:49 Uhr

Lebensmittel-Ausgabe im Trockenen
Dach über dem Kopf für die Großräschener Tafel

 Tafel-Baustelle: Der Betonuntergrund für das Dach, das den Tafel-Hof überspannen soll, ist fertig und muss jetzt aushärten.
Tafel-Baustelle: Der Betonuntergrund für das Dach, das den Tafel-Hof überspannen soll, ist fertig und muss jetzt aushärten. FOTO: Stadt Großräschen/Kiesel / Kati Kiesel
Großräschen. Helfer können künftig geschützt vor Wind und Regen arbeiten. Die Stadt unterstützt den Bau mit 92 000 Euro. Von Andrea Budich

Bei Wind und Wetter strömen täglich 60 bis 70 Menschen zur Tafel-Ausgabe in Großräschen, um ihre Einkaufstaschen mit dem Nötigsten zu füllen. Der Hof des von der Tafel genutzten Gebäudes der ehemaligen Briefsortierstelle der Deutschen Post bekommt jetzt eine Überdachung.

Damit müssen die beiden Tafel-Transporter künftig nicht mehr im offenen Bereich be- und entladen werden. Noch mehr freut sich Tafel-Chefin Katrin Frank darüber, dass die Großräschener dann ihre vollen Einkaufskörbe im Trockenen in die mitgebrachten Taschen und Beutel umpacken können. „Das Dach ist für uns ein doppelter Gewinn“, so die Tafel-Leiterin.

Baustart soll bereits zum Monatsende sein. Zusätzlich zur Überdachung werden feste Fahrrad-
ständer, eine Sitzgruppe sowie ein 125 Meter langer Weg einschließlich LED-Beleuchtung zwischen der Rudolf-Breitscheid-Straße und der Bahnhofstraße gebaut.

Der neu gestaltete Weg entlang der Eisenbahnstraße soll die Erreichbarkeit der Tafel, des Bahnhofs und des IFA-Parkes für behinderte Menschen aus Großräschen-Ost verbessern. Die Sitzgelegenheit wird die Möglichkeit bieten, zwischendurch auszuruhen. Das ist besonders für einige ältere Bürger wichtig.

Für das Tafel-Projekt werden insgesamt 235 000 Euro investiert. Aus dem europäischen Topf der ländlichen Entwicklung fließen dafür 143 000 Euro nach Großräschen. Die Seestadt selbst schießt 92 000 Euro als städtischen Eigenanteil dazu.

Für die Bauphase wurde provisorisch eine Ersatzfläche auf dem Parkplatz neben dem Jugendhaus „Alte Post“ geschaffen, damit die Verteilung der Lebensmittel auch in dieser Zeit weitergehen kann. Unter dem neu entstehenden Dach können dann später die Helfer geschützt von Wind, Regen und Sonne arbeiten.

Die Tafel Großräschen betreibt Ausgabestellen unter anderem auch in Lauchhammer, Calau, Schipkau, Annahütte, Drochow und Vetschau in Südbrandenburg. Täglich werden so etwa 750 Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

 Tafel-Baustelle: Der Betonuntergrund für das Dach, das den Tafel-Hof überspannen soll, ist fertig und muss jetzt aushärten.
Tafel-Baustelle: Der Betonuntergrund für das Dach, das den Tafel-Hof überspannen soll, ist fertig und muss jetzt aushärten. FOTO: Stadt Großräschen/Kiesel / Kati Kiesel