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| 19:00 Uhr

Sternsinger in Senftenberg
Heilige Könige haben ihren Stern und ein Kamel dabei

Auf ihrer Tour durch Senftenberg statteten die Sternsinger der katholischen Gemeinde zuerst dem Klinikum einen Besuch ab, bevor es weiterging zum Landratsamt und Bürgermeister. In diesem Jahr sammeln sie Spenden im Kampf gegen Kinderarbeit.
Auf ihrer Tour durch Senftenberg statteten die Sternsinger der katholischen Gemeinde zuerst dem Klinikum einen Besuch ab, bevor es weiterging zum Landratsamt und Bürgermeister. In diesem Jahr sammeln sie Spenden im Kampf gegen Kinderarbeit. FOTO: Josephine Japke / LR
Senftenberg. Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde haben ihren Segen ins Klinikum Niederlausitz gebracht. Von Josephine Japke

Gekleidet in königliche Samtmäntel und goldene Kronen haben die Sternsinger der katholischen Gemeinde Senftenberg dem Klinikum Niederlausitz ihren Segen: „C+M+B - Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) überbracht.

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit“ ist das Motto des Kindermissionswerkes in diesem Jahr. Seit Anfang Januar sind wieder tausende Sternsinger deutschlandweit unterwegs und sammeln Spenden für den guten Zweck. Was damit in diesem Jahr angestellt wird, weiß auch Jasmine: „Wir sammeln für Kinder in Indien, damit arme Familien mehr Geld haben, die Kinder zur Schule gehen können und nicht mehr arbeiten müssen“, erklärt die Achtjährige.

Für sie ist das Grund genug, nun schon zum zweiten Mal am Sternsingen teilzunehmen. Denn was für die zwölf Kinder der katholischen Gemeinde Senftenberg im Alter von drei bis 14 ganz normal ist, bleibt für 152 Millionen Kinder bloß ein Traum: sie müssen tagtäglich unter schwersten Bedingungen arbeiten und können nicht zur Schule gehen. Ob der guten Sache fällt es Pfarrer Roland Elsner nicht schwer, Kinder für das Sternsingen zu finden. „Einige machen schon seit Jahren mit, andere rücken immer wieder nach. Alle sind mit Begeisterung dabei“, erklärt der Pfarrer.

Ebenfalls mit Begeisterung dabei ist Annakatharina Schröder. Sie mimt das Kamel, das die Heiligen Drei Könige nach Bethlehem begleitete. „Es ist toll, Anderen, vor allem Kindern, zu helfen. Als Sternsinger erreichen wir auch die Leute, die mit der Kirche sonst nichts am Hut haben“, erklärt die Mutter der dreijährigen Annabell, die auch schon als als König mit dabei ist. Seit November bastelte sie an dem außergewöhnlichen Kamel-Kostüm und ließ sich einiges einfallen: die Höcker sind aus Decken, die Augen aus Tischtennisbällen und die Wimpern aus Bürsten. Das Gespann der Könige mit Kamel sorgte im Anschluss auch im Landratsamt und zum ersten Mal im Senftenberger Rathaus für Freude.