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| 18:28 Uhr

Seniorenwoche im OSL-Kreis
Couragierte Frauen geehrt

Für OSL-Pressesprecherin Sarah Werner war die Auftaktveranstaltung eine der letzten öffentlichen Termine, bevor sie sich in den Mutterschutz verabschiedet. Gute Wünsche gab es von lUrsula Hamann (Schwarzheide), Birgitt Thiel (Lauchhammer), Elke Müller (Großräschen) und Waltraud Radeck (Lindenau), denen im Rahmen der OSL-Auftaktveranstaltung zur 25. Brandenburgischen Seniorenwoche öffentliche Wertschätzung entgegengebracht wurde (von links).
Für OSL-Pressesprecherin Sarah Werner war die Auftaktveranstaltung eine der letzten öffentlichen Termine, bevor sie sich in den Mutterschutz verabschiedet. Gute Wünsche gab es von lUrsula Hamann (Schwarzheide), Birgitt Thiel (Lauchhammer), Elke Müller (Großräschen) und Waltraud Radeck (Lindenau), denen im Rahmen der OSL-Auftaktveranstaltung zur 25. Brandenburgischen Seniorenwoche öffentliche Wertschätzung entgegengebracht wurde (von links). FOTO: Uwe Hegewald
Senftenberg. Der feierliche Auftakt der Brandenburgischen Seniorenwoche hat im Senftenberger Bürgerhaus „Wendische Kirche“ stattgefunden. Sechs Seniorinnen wurden geehrt. Von Uwe Hegewald

„25. Brandenburgische Seniorenwoche: Ein Vierteljahrhundert aktiv und mitbestimmend“ – so lautet das Motto der diesjährigen Aktionswoche. „Damals wie heute gehören Seniorinnen und Senioren nicht zum alten Eisen. Sie wollen am gemeinschaftlichen Leben teilhaben und sich einmischen“, stellte Bärbel Kratzer, Vorsitzende des Kreisseniorenrates, bei der Auftaktveranstaltung am Montag klar. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind rund 28 Prozent der Einwohner über 65 Jahre alt. Das entspricht knapp 31 000 Menschen – Tendenz steigend. In ihrer Begrüßung und der Festrede von Landrat Siegurd Heinze (parteilos) ließen beide anklingen, wo mitunter der Schuh drückt und wie diesem entgegengewirkt werden soll. Altersarmut, Vereinsamung, bezahlbarer altersgerechter und barrierefreier Wohnraum zählten ebenso zu den Schlagwörtern wie ärztliche Versorgung und Sicherung der Pflege im Alter, Mobilität oder Rentenentwicklung.

1997 prägte der damalige Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) den bekannten Satz: „Die Renten sind sicher!“ „Doch wie steht es mit der Rentenanpassung von Ost und West?!“, mahnte Heinze. Habe das Rentenniveau Anfang der 1990er-Jahre noch bei knapp 55 Prozent und 2000 bei knapp 53 Prozent gelegen, so würde es im Jahr 2028 wahrscheinlich nur noch 44 Prozent des Durchschnittseinkommens betragen.

Umso wichtiger sei es, dass die Politik die Probleme und Hinweise der Senioren ernst nimmt und das Engagement der älteren Generationen wertgeschätzt wird. Die Auftaktveranstaltung auf OSL-Kreisebene habe sich diesbezüglich als ein kleiner Beitrag zur Wertschätzung etabliert.

Neben Dankesworten Festreden und kulturellem Rahmenprogramm werden jährlich Senioren ausgezeichnet, die besonders aktiv in den kommunalen Seniorenbeiräten oder in der Seniorenarbeit tätig sind. „Wir machen das seit 2008“, so Eva-Maria Dinter vom Kreissozialamt.

Als Beauftragte für Seniorenarbeit laufen bei ihr die Fäden der Eröffnungs- und Festveranstaltung zusammen. Auch ist es ihr Job die Laudatio für die Gäste zu verlesen, die am Montag im Rahmen der Feierstunde in der Wendischen Kirche ausgezeichnet wurden. In diesem Jahr sind es ausschließlich couragierte Frauen, die nach vorn gebeten wurden, um im Beisein von Bärbel Kratzer, Siegurd Heinze und OSL-Sozialdezernent Alexander Erbert Glückwünsche, Präsente und Blumen entgegenzunehmen.

Gebildet wird der Lotto-Sechser für den Landkreis von Ursula Hamann (Schwarzheide), Birgitt Thiel (Lauchhammer), Elke Müller (Großräschen) und Waltraud Radeck (Lindenau), die die Ehrung persönlich entgegennahmen sowie von Ruth Kuritz (Buckow) und Maria Lehmann (Senftenberg), die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Gewürdigt wurde das ehrenamtliche Engagement, mit dem sie insbesondere älteren Mitmenschen einen Zugewinn an Lebensqualität verschaffen, in ihren Orten.