Auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind ab 18. März 2020 alle Schulen und Kindergärten dicht. Darüber informiert Kreissprecherin Sarah Werner. Der Krisenstab von Landkreis und Kommunen hat hierzu in Senftenberg entschieden: Kitas halten zur Notfallbetreuung der Kinder für Beschäftigte in „versorgungsrelevanten Infrastrukturen“ zu den regulären Öffnungszeiten kleine Gruppen vor. Gleiches gilt für die Schulen und den Hort.

Die Turnhallen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz schließen

Grundvoraussetzung für eine Notbetreuung ist, dass beide Sorgeberechtigte, im Falle von Alleinerziehenden der Inhaber des Sorgerechts, in kritischen Infrastrukturen tätig sind und eine häusliche oder sonstige individuelle Betreuung nicht organisieren können. Diese Eltern müssen ein amtliches Formblatt ausfüllen, unterzeichnen und dieses am 18. März in der Einrichtung als Nachweis vorlegen. Formulare, die vereinzelte Kitas eigenständig erarbeitet haben, reichen hierfür nicht aus, erläutert die Kreissprecherin.

Darüber hinaus hat der Landkreis entschieden, dass Turnhallen zu schließen sind, auch für den Freizeitbereich. Die Kreisverwaltung mit allen Standorten sowie die meisten Rathäuser der Kommunen schließen ebenfalls ab sofort für den Besucherverkehr. „Die Arbeitsfähigkeit und Kommunikation wird sichergestellt. Die telefonische Erreichbarkeit ist gegeben“, so Werner. Termine sollen aber nur wenn unabdingbar persönlich wahrgenommen werden. Der Schulbusverkehr findet in dieser Woche noch regulär statt, ab der kommenden Woche ist mit Einschränkungen zu rechnen. Weitere Informationen folgen. Siehe auch www.vgosl.de.

Im Lehrbauhof Großräschen wird der Betrieb weitgehend eingestellt

Betroffen von den Schließungen ist auch der Lehrbauhof in Großräschen. Ab dem 18. März 2020 bis vorerst 19. April wird der Betrieb überwiegend eingestellt. Bereits terminierte Prüfungen, bei denen nur wenige Menschen anwesend sind und an deren Durchführung die Teilnehmer überwiegend ein erhebliches Interesse haben, finden statt. Hinweis für Lehrlinge: Für betroffene Auszubildende besteht weiter – sofern für sie keine Quarantäne angeordnet wurde – Anwesenheitspflicht im Ausbildungsbetrieb, teilt der Sprecher der Handwerkskammer Cottbus, Michel Havasi mit.