Smartphone-Schnappschüsse von Ärzten und Pflegekräften sind derzeit der Renner im Internet. Auch die Mitarbeiter vom Klinikums Niederlausitz nutzen in Corona-Zeiten diese Möglichkeit, um eine wichtige Botschaft zu transportieren: „Wir bleiben für Euch da! Und Ihr bitte zuhause.“

Auch die Mitarbeiter aus dem Operationssaal und der Intensivstation in Senftenberg und Lauchhammer verkünden das auf handbeschrifteten Laken und posten die Bilder im Netz. Prompt haben Unbekannte nun an der Backsteinmauer des Krankenhauses in Senftenberg mit folgendem Spruchband reagiert: „Ihr seid für uns da! Wir bleiben für euch zuhause!“ Über diese rührende Botschaft hat Klinikum-Mitarbeiterin Kristin Dolk informiert.

Intensivkapazitäten werden am Klinikum Niederlausitz erweitert

„Die Mediziner und Pflegekräfte stehen stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen aus den medizinischen, Versorgungs- und Verwaltungsbereichen des Klinikums, die aktuell umfangreiche Maßnahmen ergreifen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein“, so Dolk. Intensivkapazitäten werden erweitert, Beatmungsgeräte geordert, Personal geschult und bereichsübergreifend eingesetzt sowie zusätzliche organisatorische und strukturelle Vorkehrungen getroffen.

„Wir bereiten uns bestmöglich auf eine größere Patientenanzahl vor, die intensivmedizinisch betreut werden muss. Dennoch ist es aktuell die wichtigste Maßnahme, die Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen – hier kann uns jeder unterstützen, indem er zu Hause bleibt, soweit es möglich ist“, bittet auch Dr. med. Volkmar Hanisch, Chefarzt des Zentrums für Intensiv- und Notfallmedizin am Klinikstandort Senftenberg.

#flattenthecurve steht für Abflachen der Corona-Kurve

In den Sozialen Medien steht der Hashtag #flattenthecurve für dieses „Abflachen der Kurve“, um das Gesundheitssystem und damit auch die Pflegekräfte und Mediziner des Klinikums Niederlausitz nicht über ihre Belastungsgrenzen hinaus zu beanspruchen.

Die Landesregierung Brandenburg hatte am 22. März eine neue Rechtsverordnung mit Leitlinien und Handlungsempfehlungen veröffentlicht, was jeder tun kann, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einzudämmen. Wer jetzt nicht zwingend raus muss, soll demnach in den eigenen vier Wänden bleiben – auch um medizinisches Personal zu schützen, das gerade jetzt mehr denn je gebraucht wird.